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Palästina · 1933-07-01 · Heft 7-9 (Juli 1933) · p. Seite 241

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
16 (1933)
Issue
Heft 7-9 (Juli 1933)
Article
Metallwirtschaftliche Möglichkeiten in Palästina
Date
1933-07-01
Page
Seite 241 (sequence 5)
Language
German
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Zeitpunkt, in dem etwa Palästina ein wirklich bedeutungsvoller Abnehmer an Metallfabrikaten in England oder Deutschland geworden sein wird, während es heute im metallwirtschaftlichen Gesamtexport dieser Länder kaum eine Rolle spielt. Ich glaube jedenfalls, daß diese Länder Erziehungszölle für gewisse metallwirtschaftliche Fabrikate in Palästina heute viel leichter verschmerzen und dennoch die Jaffa-Orange kaufen würden, als etwa in zehn Jahren, wenn vielleicht Palästina die englischen oder deutschen Metallverarbeiter bereits an den Absatz relativ großer Mengen ihrer Erzeugnisse gewöhnt haben wird. Man dairf auch nicht vergessen, daß solche Erziehungszölle für meta 11 wirtschaftliche (oder industrielle Produkte überhaupt) ein sehr wichtiges Regulativ gegenüber einem übermäßigen Anwachsen einseitiger landwirtschaftlicher Kulturen darstellen könnten, eine Möglichkeit, die ja heute im Anbau von Citrus- Früchten in Palästina keineswegs mehr von der Hand zu weisen ist; Bekommen wir einige industrielle Erziehungszölle, so würde hierdurch vielleicht der Orangen-Export etwas abgestoppt werden, damit aber auch die übermäßige Anjage neuer Pflanzungen und die Gefahr einer Ueberproduktion an Citrus-Früchten. Auch das ist ein Gesichtspunkt, der immerhin in Ueberlegungen, wie sie hier angestellt werden, eine gewisse Rolle spielen muß. Jedenfalls könnten derartige Erziehungszölle unseren Arbeitsmarkt gesünder aufteilen, und dabei noch verbreitern. Was also im Rahmen der oben aufgezeichneten Möglichkeiten und Notwendigkeiten auf dem Gebiete der Metallwirtschaft zu schaffen wäre, das ist eine Reihe von kleinen und mittleren Gießereibetrieben und Walzwerken. Gießereibetriebe gibt es schon heute eine ganze Ajazahl im Lande, sie sind auch soweit beschäftigt, daß weitere Betriebe, etwa mit neuen Spezialitäten, ohne weiteres geschaffen werden könnten. Daneben wäre aber daran zu denken, auch ein oder zwei kleinere Walzwerke, zunächst nur für Nichteisenmetalle, etwa für Aluminium, Messing, Blei- und Zink, vielleicht auch noch für Kupfer zu errichten, die in Lohn für weiterverarbeitende Betriebe tätig sein könnten. Projekte dieser Art schweben bereits, sind aber bisher noch nicht recht spruchreif geworden. Es fehlt auch noch an Facharbeitern für diese Zwecke. Es wäre erwünscht, wenn die allzu zahlreichen Elektrotechniker und Elektroingenieure, die in den letzten Jahren im Hinblick auf überschätzte Möglichkeiten im palästinensischen Bauwesen im Osten und auch in Deutschland ausgebildet worden sind, sich für das Metall- und Eisenwalzwerkswesen, überhaupt für siderurgische- und metallurgische Dinge interessieren würden, so lange sie sich noch in der Hachsdh'arah befinden. Ausbildungsmöglichkeiten hierfür gibt es in Europa genug. (Natürlich soll das nicht hfeißen, daß sich jetzt wieder allzuviele Menschen diesen Dingen zuwenden. Die Palästina- Aemter sollten da regelnd eingreifen und nur einige wenige Menschen hiefür aussuchen, denen man natürlich heute auch' noch nicht sagen kann, wann und in welchem Umfange sie die so erworbenen Spezialkenntnisse im Lande werden verwenden können. Aber wir brauichen hier eine gewisse Bereitschaft.) Wesentlich für die Errichtung solcher Betriebe und für ihre Rentabilität ist — wie oben bereits kurz erwähnt wurde — dann aber auch die Frage de? Brennstoffauswahl und damit der Brennstoiffkosten. Palästina hat drei Möglichkeiten hiefür: Elektrische Kraft, Erdöl und — importierte — Kohle. Es hat

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