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Palästina · 1933-07-01 · Heft 7-9 (Juli 1933) · p. Seite 232

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
16 (1933)
Issue
Heft 7-9 (Juli 1933)
Article
Die Mineralquellen Palästinas
Date
1933-07-01
Page
Seite 232 (sequence 12)
Language
German
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232 Schrötter9), der zugleich eine Reihe weiterer Autoren zitiert. Es handelt sich um eine ganze Gruppe von Quellen, zum Teil kühler, zum Teil aber auch in ähnlicher Weise wie die Therme von Zerka Main in dichte Dampf wölken gehüllt. Schrötter (a. a. O., Seite 45) beschreibt den heutigen Zustand der Quelle als „ein bescheidenes Bassin von etwa 2 m im Geviert, zirka 1,8 m tief, im Erdreich hergestellt". Die Temperatur fand er zu 42° Celsius, den Gehalt an Chloriden 1,046 g im Liter, den Geschmack „indifferent süßlich". Lartet (a. a. O., Seite 291) gibt als Gesamtmenge der gelösten Bestandteile 0,716 g im Liter, das spezifische Gewicht zu 1,00082 an. Es handelt sich also um eine schwach mineralisierte Thermalquelle, über deren näheren Charakter aber vorläufig Angaben fehlen. Nach den Ueberlieferungen aus dem Altertum dürfte sie etwa für die Indikationen der heutigen Wildbäder verwendet worden sein. Von Südosten her springt in das Tote Meer die Halbinsel Lisan vor. Hier beschreibt Blankenborn (a. a. O., Seite 171) nahe bei einander zwei Mineralquellen: eine Schwefeltherme von 35 bis 36° Celsius, genannt Hammäm el-Moghara, bei der sich ein „feines, künstlich angelegtes Badebassin, überdacht von einem Laubgerüst", befindet, und eine „in Kaskaden strömende, brackische, eisenhaltige warme Quelle", genannt Ain Sbeh. Interessanter ist eine andere Quelle, die sich im Südwesten, nahe der Küste des Toten Meeres befindet, die durch ihren sehr hohen Bromgehalt ausgezeichnete Schwefeltherme Ain el Miroha oder Ain el-Meraha. Blankenborn (a. a. O., Seite 110) gibt ihre Temperatur zu 30° an und bezeichnet sie als sehr salzreich. Den Gehalt an Schwefelwasserstoff fand er 8,6 mg im Liter. Sachsse10), der sich in seiner Dissertation eingehend mit dieser Quelle beschäftigt hat, fand sie reich an Sulfaten und Chloriden. Den Bromgehalt gibt er mit 0,085 g im Kilo Wasser, den Schwefelwasserstoffgehalt mit 0,0086 g im Kilo Wasser an. Dieser Gehalt von 85 mg Brom-Ion ist als sehr hoch zu bezeichnen, wie ein Vergleich mit der Zusammenstellung auf Seite 263 des bekannten Handbuches von Dietrich und Kamin er11) zeigt. Wenn es möglich wäre, das Wasser dieser Quelle in einwandfreier Weise für Versuchszwecke zu gewinnen, so dürfte es sich lohnen, damit klinische Untersuchungen anzustellen. Freilich würde das eine einigermaßen zuverlässige Fassung der Quelle voraussetzen, deren Umgebung Blankenborn heute als einen schwarzen Morast bezeichnet.

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