Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 16 (1933)
- Issue
- Heft 7-9 (Juli 1933)
- Article
- Die Mineralquellen Palästinas
- Date
- 1933-07-01
- Page
- Seite 225 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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südöstlicher Richtung entfernt im Jarmuktal gelegen. Auch von 225 diesen Quellen gibt Friedmann eine eingehende Analyse und Beschreibung, deren vollständige Wiedergabe deshalb hier unterbleiben soll. Der Gehalt an Schwefelwasserstoff ist bei den drei hier untersuchten Quellen noch höher als bei denen von Tiberias und steigt bis auf 0,04 Gramm in einem Kilogramm Wasser. Dagegen ist der Gehalt an gelösten festen Bestandteilen weit niedriger; er geht nur wenig über 1 Gramm hinaus. Auch die Temperaturen dieser Quellen liegen unter denen von Tiberias; sie übersteigen nicht 49° Celsius, zeigen aber untereinander größere Unterschiede. Therapeutisch bieten diese Quellen demnach von Natur eine größere Variationsbreite, die aber auch in Tiberias durch Schaffung technisch vollkommenerer Abkühlungsvorrichtungen zu erreichen wäre. Das traditionelle Indikationsgebiet von El-Hammi deckt sich mit dem von Tiberias, was vom Standpunkt der Kurortwissenschaft in Anbetracht der großen Unterschiede zwischen diesen beiden Quellgruppen nur dadurch zu erklären ist, daß eben an beiden Stellen noch alle wissenschaftlich einwandfreien Untersuchungen fehlen. Sie wären erst dazu berufen, für jeden der beiden Kurorte die optimalen Anwendungsbereiche herauszuarbeiten. Es braucht hier nicht erst näher ausgeführt zu werden, in wie hohem Grade eine solche Entwicklung sowohl im Interesse der Kranken als auch der Besitzer der Heilquellen läge. Die Quellen von El- Hammi sind einer arabischen Finanzgruppe zur weiteren Ausgestaltung überlassen, die von Tiberias einer jüdischen. Von dieser Stufe einer zum mindesten in die Wege geleiteten Entwicklung sind alle anderen Mineralquellen Palästinas noch weit entfernt. Aber sie sind auch kaum dazu berufen, in absehbarer Zeit zu eigentlichen Kurorten ausgestaltet zu werden. Die meisten von ihnen eignen sich ganz ausgesprochen zur Verwendung als Trinkquellen, zum Teil vielleicht als gute, natürliche Tafelwässer, wie sie der Orient bisher noch nicht besitzt, die anderen aber als Heilwässer, die natürlich am Ursprungsort genossen, aber auch bei sachgemäßer Fassung und Abfüllung versandt werden können. Zwei dieser Quellen liegen nahe beieinander, ebenfalls im Gebiet des Genezarethsees, und zwar nordwestlich von Tiberias: Ain Ta bigha, ein durch Verstümmelung aus dem griechischen „Heptapegon" entstandener Name, der eigentlich eine ganze Quellgruppe bezeichnet, und unweit davon Birket el-Ezair. Von dieser letztgenannten Quelle berichtet Blankenborn (a.a.O., Seite344), daß eine in Konstantinopel ausgeführte Analyse folgendes Ergebnis