Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 16 (1933)
- Issue
- Heft 7-9 (Juli 1933)
- Article
- Die Mineralquellen Palästinas
- Date
- 1933-07-01
- Page
- Seite 224 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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- Safed 1× ep/1046078
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224 <^1^r^;e e^tl^ rationelle Quellfassung, die ja der Modernisierung des Kurortes voranzugehen hätte, aber mit größter Vorsieht und von durchaus sachverständiger Hand ausgeführt werden müßte, eine erhebliche Vergrößerung der Ergiebigkeit bewirken, denn man kann unschwer erkennen, daß heute große Mengen des Thermalwassers im Boden versickern. Die vorliegenden Analysen, auf deren vollständige Wiedergabe hier verzichtet werden kann, zeigen, daß die Quellen von Tiberias zu den Kochsalzthermen, speziell zu den sogenannten Chlorcalciumquellen gehören, unter denen sie wieder vermöge ihrer hohen Temperatur und ihres hohen Gehaltes an Hydrosulfid-Ion eine Sonderstellung einnehmen. Der Gehalt an gelösten festen Bestandteilen in einem Kilogramm des Thermalwassers liegt für die untersuchten drei Quellen zwischen 28 und 32 Gramm. Die Radioaktivität ist gering und beträgt nur etwa 3 M. E. Groß ist dagegen der Schwefelgehalt der Thermen: Friedmann gibt den freien Schwefelwasserstoff in Zahlen zwischen 0,01245 und 0,02833 Gramm pro Kilogramm Wasser an. Das Hydrosulfid-Ion ist von ihm nicht gesondert festgestellt. Als Heilanzeigen der Thermen von Tiberias gelten seit den ältesten Zeiten vor allem die rheumatischen Krankheiten und verwandte Zustände. Exakte Untersuchungen liegen noch nicht vor und sind bei dem heutigen primitiven Zustand der technischen Einrichtungen auch kaum möglich. Sicher ist, daß die Quellen nach Analogie mit bekannten europäischen Kurmitteln noch viel weitergehend verwertet werden könnten, wenn die dazu nötigen Einrichtungen geschaffen würden. Ueber Erfahrungen und Beobachtungen aus der letzten Zeit hat Buchmann3) eine Reihe von Arbeiten veröffentlicht. Tiberias ist dazu berufen, ein ausgesprochener Winterkurort für die Bewohner westlicher und kälterer Länder zu werden. Der Spiegel des Genezarethsees liegt 200 Meter unter dem Spiegel des Mittelländischen Meeres, rings umschlossen von Bergen. Infolgedessen ist es im Winter dort sehr warm, im Sommer für nicht akklimatisierte Europäer wohl im allgemeinen zu heiß. Doch bietet das benachbarte, hoch und frei gelegene Safed auch hierfür noch ausgezeichnete Möglichkeiten, die freilich organisatorischer Ausgestaltung bedürften. Aus Tiberias kann ein Weltkurort werden; ob es dazu kommt, hängt davon ab, welche Wege bei dem weiteren Ausbau seiner Einrichtungen beschritten werden. Fast ebenso gut bekannt wie die Quellen von Tiberias sind die von El-Hammi, dem Gadara der Alten, etwa 20 Kilometer in