Mannheim
Compact Memory

Palästina · 1933-07-01 · Heft 7-9 (Juli 1933) · p. Seite 223

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
16 (1933)
Issue
Heft 7-9 (Juli 1933)
Article
Die Mineralquellen Palästinas
Date
1933-07-01
Page
Seite 223 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2379786-2379908-2379913-2398391--15746-2398683
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

von Quellen finden sieh bei Blankenhorn2), auf dessen unge- 223 mein aufschlußreiche Arbeiten im folgenden oft Bezug genommen werden soll. Bei ihm finden sich auch eine Reihe weiterer und meist älterer Analysenangaben zitiert. Anderseits tauchen an verschiedenen Stellen Berichte über angeblich vorhandene oder neu aufgefundene Mineralquellen auf, die nicht auf ihre Richtigkeit zu kontrollieren sind. So wurde kurz nach dem Erdbeben von 1927 in einer Korrespondenz die Entdeckung einer Mineralquelle „10 Kilometer vom Jordan auf dem Wege nach Beisan" gemeldet, ohne daß man je wieder etwas von ihr gehört hätte. Ein Araber bot eine südöstlich von Nablus gelegene „Arsenquelle" in einem Inserat zum Kauf an; bisher haben Analysen dieser Quelle darin kein Arsen nachgewiesen. Blankenhorn verzeichnet auf der seinem Werk beigegebenen geologischen Karte „heiße Quellen" etwa in der Mitte einer Verbindungslinie von Nablus nach Pella, ohne aber im Text etwas über ihre Natur anzugeben. Wir werden uns in der folgenden Darstellung auf diejenigen Quellen beschränken, über die auf Grund vorliegenden wissenschaftlichen Materials ein hinreichend zuverlässiges Urteil möglich ist. Dazu gehören in erster Reihe die berühmten Quellen von T i b erias, die am längsten und am genauesten bekannt sind und nachweislich seit dem Altertum ununterbrochen therapeutisch angewandt werden. Ihren Namen verdanken sie der zu Ehren des römischen Kaisers Tiberius von Herodes gegründeten Stadt gleichen Namens, die etwa zwei Kilometer nördlich von den Quellen und wie diese am Ufer des Genezarethsees liegt. Noch heute finden sich einige Reste der Bäderbauten jener Zeit. Die Quellen selbst treten auf einem Geländestreifen von etwa 150 Meter Länge und 50 Meter Breite längs des Seeufers aus Basalt zutage. Zurzeit werden nur zwei Quellen in den vorhandenen Badehäusern benutzt. Sie haben Ursprungstemperaturen von rund 60° Celsius, müssen also für die Verwendung abgekühlt werden, was einstweilen in höchst primitiver Weise erfolgt. Ein den heutigen Begriffen entsprechendes Badehaus von geringer Größe ist eben errichtet worden; sonst sind die gesamten Einrichtungen primitiv und völlig veraltet. Eine vollkommene Modernisierung und Umgestaltung ist in Aussicht genommen. Drei der Quellen von Tiberias sind von Friedmann (a. a. O.) eingehend analysiert worden. Es sind aber nach meinen Beobachtungen noch mindestens vier weitere, von einander unabhängige Quellauftriebe vorhanden, für die keine Analysen vorliegen. Auch

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.