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Palästina · 1933-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1933) · p. Seite 159

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Journal
Palästina
Volume
16 (1933)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1933)
Article
Ansiedlungsmöglichkeiten in der Landwirtschaft
Date
1933-05-01
Page
Seite 159 (sequence 4)
Language
German
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und auf diese Weise noch eine Reserve haben werden, wenin einmal schlechte Jahre kommen. Für die nichtkapitalistischen Siedler, die ihr kleines Vermögen und ihre ganze Arbeitskraft in ihre Wirtschaft hineinstecken, muß ein gewisses Gregengewicht gegen das Risiko der Orangenkultur dadurch geschaffen werden, daß diese Siedler nicht ausschließlich auf die Einnahmen aus der Orangenpflanzung angewiesen sind, sondern einen Teil ihres Lebensunterhaltes au$ Milchwirtschaft, Geflügelzucht, Gemüsebau beziehen. Sie sollen bares Geld nur für solche Dinge (Tee, Zucker, Kleidung) ausgeben, die sie nicht selbst produzieren können, oder für Steuern und für geistige und medizinische Bedürfnisse. Die Einnahmen aus der Orangenpflanzung sollen diese Bedürfnisse decken. II. Anlagekasten und Rentabilität der Orangenkultur. a) Einnahmen und Ausgaben bis zum Beginn der Fruchttrag u n g. Boden in der Küstenebene kostet je nach Qualität unid Nähe zu einer Stadt oder zu einer größeren Siedlung von 4—20 Pfund pro Dunam. Die Bepflanzung eines Dunams durch Lohnarbeiter stellt sich bei sparsamer Wirtschaftsführung einschließlich der Pflege in den ersten fünf Jahren auf 40 Pfund pro Dilnam, Wenn man als Preis für guten Böden in mittlerer Lage 15 Pfund annimmt, so kostet die Anlage eines Dunam Orangen also 55 Pfund. In den ersten fünf Jahren nach der Anpflanzung gibt die Orange keine Früchte und keine Einnahmen. Die Siedler müssen also in dieser Zeit von ihrem Kapital oder von Arbeitsverdienst leben. Vom 6. Jahre ab fängt die Orangenpflanzung an Früchte zu geben, und zwar: im 6. Jahre 50 Kisten pro Dunam im 7. Jahre 65 Kisten pro Dunam im 8. Jahre 80 Kisten pro Dunam im 9. Jahre 100 Kisten pro Dunam vom 10. Jahre ab 120 Kisten pro Dunam Die Ausgaben für Bearbeitung der Pflanzung betragen vom 6. Jahre ab jährlich etwa 10 Pfund pro Dunam. Davon entfallen vier Pfund auf Handarbeit, sechs Pfund auf sonstige Ausgaben (Dünger, Bewässerung usw.). In den letzten Jahren hat die Orange dem Pflanzer in Palästina pro Kiste vom Baum 4—5 Schilling, und in manchen Fällen noch mehr eingebracht. Aber es ist unmöglich vorauszusehen, wie die Preise in der Zukunft sein werden. Alle Prophezeiungen darüber entbehren einer gesicherten Grundlage, weil für die Preisgestaltung Faktoren maßgebend sind, die sich jeder Voraussicht entziehen, wie z. B. die Gestaltung der Wirtschaftslage in den Hauptimportländern, von denen die Kaufkraft der Massen abhängt, die Zollpolitik der Importländer, ihre Valutavorschriften usw., usw. Wenn wir im folgenden mit einem Preise von 31/'2 Schilling pro Kiste rechnen, so ist damit in keiner Weise behauptet, daß die Preise nicht auch unter diesen Betrag sinken könnten. Aber andererseits ist bei diesem Preise jedenfalls ein gewisser zukünftiger Preisrückgang schon diskontiert. Unter Zugrundelegung eines Preises von 31/2 Schilling pro Kiste erbringt ein Dunam Orangen folgenden Reinertrag:

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