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Palästina · 1933-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1933) · p. Seite 153

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Journal
Palästina
Volume
16 (1933)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1933)
Article
Die Zukunft des jüdischen Haifa
Date
1933-05-01
Page
Seite 153 (sequence 9)
Language
German
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Carmel und Haifa-Bay. 153 Auf den Carmel gehören vornehmlich diejenigen Elemente, die ihre Wohnstätte von ihrer Arbeitsstätte trennen können, ohne genötigt zu sein, das Heim und den umgebenden Boden als zusätzliche Produktionsstätte zu benutzen. Trotzdem ist aber in den Außenbezirken Obstbau und Viehzucht, auch Bienen- und Hühnerzucht möglich, sowie Heimindustrie im beträchtlichen Umfang. Wer dagegen zur Kräftigung seiner wirtschaftlichen Position ein billiges Heim mit kleinerer oder größerer Bodenfläche bei billigem Wasser für Viehhaltung mit Futterbau, Gemüse oder Obstbau braucht, der wird in der Haifa-Bay das finden, was er sucht. Selbstverständlich gelten diese Richtlinien nur ganz generell und Zwischentypen sind da und dort möglich. Bei der Haifa-Bay kommt als zusätzlicher Vorteil hinzu, daß «ein erheblicher Teil des Bodens sich in den Händen des jüdischen Nationalfonds befindet und daher von dem einzelnen Interessenten nicht gekauft zu werden braucht, sondern unter günstigen Bedingungen gepachtet werden kann. Bei der Entwicklung beider Bezirke ist zu beachten, daß sie sich als Neben- und Wohnzentren dem Hadar anzugliedern und unterzuordnen haben. Es wäre verfehlt und gegen das jüdische Gesamtinteresse, etwa in der Haifa-Bay eine Konkurrenzgründung gegen den Hadar ins Leben zu rufen. Das gesamte Stadterweiterungsgebiet des jüdischen Haifa, d. h. Haifa-Bay und Carmel, sind vielmehr prinzipiell in zwei konzentrische Zonen einzuteilen, von denen die eine engere, die an Hadar und Industrieviertel angrenzt, mehr von der werktätigen Bevölkerung gesucht werden wird, der es auf eine kürzere Verbindung zur Arbeitsstätte ankommt. Auch hiefür sind schon deutliche Anzeichen bemerkbar. In dieser Zone liegen Halissa, Neve Schaanan, Wardia, der Carmelhang über dem Hadar und die Schechunath Ovdim in der Haifa-Bay. Auch die geplante Mittelstandssiedlung in der Haifa-Bay wird zweckmäßigerweise in dieser Zone liegen. Dagegen werden Karmelplateau und die nördlich an die Schechunath Ovdim anschließenden Teile der Haifa-Bay von einem Publikum gesucht werden, das sich den Luxus leisten kann, etwas weiter hinaus zu gehen. Zu einem vorstädtischen Zentrum kann es in der Haifa-Bay erst dort kommen, wo der jüdische Besitz nördlich der Konzession der Irak Petrol die Küste erreicht. Daß auch dort kein Zentrum, sondern nur ein Vorort entstehen kann, beweist am besten die Entwicklung Alexandriens, von der wir für Haifa vieles lernen können. Dort, wo wir seinerzeit bei der ersten Planung die Kurdanistadt vorschlugen,

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