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Palästina · 1933-03-01 · Heft 3-4 (März 1933) · p. Seite 112

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Journal
Palästina
Volume
16 (1933)
Issue
Heft 3-4 (März 1933)
Article
Wirtschaft. Von Spectator, Jerusalem.
Date
1933-03-01
Page
Seite 112 (sequence 4)
Language
German
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ja als direkter Index für die wachsende Konsumkraft des Landes angesehen werden kann, eine schnelle Steigerung auf. In letzter Zeit macht sich im Bezirk vota. Ha££a dife Tätigkeit der Iraiq Petroleum Co. in höherem Maße als bisher bemerkbar. Die lokalen 'Anlagen der Gesellschaft sind in dauernder Erweiterung begriffen, die Zahil der zur Einstellung gelangenden Personen, die sich auf verschiedene Berufskategoriem erstrecken, ist recht beträchtlich und für die nahe Zukunft erwartet man mit dem Fortschreiten der Pipeline-Installation, der Errichtung der Tanks in Haifa usw. eine weitere Belebung. In einer glänzenden Verfassung befinden sich nach wie vor der Bau- und Arbeitsmarkt. Tel-Aviv, Jerusalem und Haifa bieten in manchen Stadtteilen den Anblick riesiger Bauplätze, in denen gleichzeitig viele Dutzende von Häusern emporwachsen. Auf dem Arbeitsmarkt ist ein solcher Mangel an Arbeitskräften eingetreten, daß die Schüler der höheren Schulklassen zur schleunigen Hilfeleistung in die Kolonien gesandt wurdejn, in denen der bestehende Arbeiterstamm den Anforderungen der in beständiger Ausdehnung befindlichen Pflanzungen nicht mehr nachkommen konnte. Bemerkenswert für die Beurteilung der wirtschaftlichen Aussichten und wiederum auch für die Tendenzen bei der Kapitalverwertung war die Stellung der Wirtschaftskreise zum Projekt der Einkommensteuer. Bekanntlich ist das von der Treasury der Palästina-Regierung lancierte Projekt der Einführung dieser Steuer von den Wirtschaftskreisen des Landes mit Nachdruck zurückgewiesen worden. Zur Begründung dieser Haltung wurde fast in allen Aeußerungen zu dieser Frage hervorgehoben, daß die Einführung der Einkommensteuer eine kaum reparable Abschreckung einwanderungswilliger Kapitalisten bedeuten würde und daß die jüdische Bevölkerung die Hauptlast der neuen Steuer, die ja im wesentlichen eine Steuer auf die städtische Bevölkerung sei, tragen müssen. Es kann bei allem, was gegen die Einführung der Steuer augenblicklich sprechen mag, bezweifelt werden, ob sie wirklich den befürchteten Effekt gehabt hätte. Tatsache ist jedenfalls, daß die Anlagen in Bauten an der Spitze aller Investierungszweige stehen, obwohl der Hausbesitz in Palästina am höchsten von allen Kapitalsanlagen besteuert ist und in manchen Fällen nicht weniger als 25 Prozent des Reinertrages an den Fiskus abführt. Ebenso hat der Oscher, der ja auch vom Ertrag der Orangerien erhoben wird, auf die Anlagen in diesem Zweige keinen Einfluß gehabt. Die Indifferenz des anlagesuchenden Kapitals gegenüber den Steuerverhältnissen in Palästina ist im Vergleich etwa mit der Bedeutung der Steuern in den Ländern der Kapitalflucht ein weiteres Symptom für das ausschlaggebende Motiv der Sicherheit, das bei der Kapitalanlage in Palästina die erste Rolle spielt. Um dieses Problem der Sicherheit in Palästina heute definitiv beurteilen zu können, dazu müßte man über prophetische Gaben verfügen. In einem Augenblick, in welchem die stärkste oder jedenfalls eine der stärksten Geldmächte der Welt der internationalen Krise ihren Tribut zollen muß, in einem Augenblick, in dem es möglich ist, die daraus resultierenden Folgen auch für die palästinensische Wirtschaft, die mit jeder neuen Expansion immer unvermeidlicher in weltwirtschaftliche Abhängigkeiten getrieben wird, nichts voraussagen. Die erstaunliche Widerstandsfähigkeit, die sie bis jetzt bewiesen hat, soll damit keinesfalls verkleinert werden. Die Aufbauarbeit kann heute mit mehr Recht als je als Vorbild für gelungene Kolonisationsmethoden, als Beispiel selten er*

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