Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 16 (1933)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1933)
- Article
- Transjordanien
- Date
- 1933-03-01
- Page
- Seite 107 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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- Amman 1× ep/1044017
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es regelmäßige Kraftfahrlinien von Jerusalem nach Bagdad über Amman und die Luftfahrzeuge fliegen auf ihrem Weg nach Indien gleichfalls über diese Stadt. All dies wird sich erst in Zukunft im täglichen Leben von Transjordanien fühlbar machen. Gegenwärtig hat der Handel Transjordaniens einen sehr bescheidenen Umfang. Eine ausreichende Handelsstatistik existiert nicht. Die Schätzung von 1931 des Wertes der zollpflichtigen Güter, die über Palästina und Syrien, mit welchen Ländern Transjordanien in Zollunion steht, war 470.000 pal. Pfund oder 1.4 pal. Pfund per Kopf der Bevölkerung gegen 7 pal. Pfund in Palästina. Es ist interessant, daß der Import über Syrien ständig zurückgeht und jener über Palästina steigt. Der Exportwert war 1931: 25.125 pal. Pfund nach Syrien und 8.879 pal. Pfund nach Palästina, hauptsächlich für Korn, Wolle, Häute und Trauben. Ein Zweig der Hedjazbahn, 323 Kilometer lang, zieht durch Transjordanien von Nassib an der syrischen Grenze bis nach Maafa. Es gibt noch eine andere verfallene Linie nach der Grenze von Hedjaz, doch diese ist seit dem Krieg nicht mehr instandgesetzt worden. Nur drei Züge fahren per Woche in jeder Richtung und die Linie zeigt ein ständiges Defizit, das von der Palästina-Sektion der Hedjazbahn getragen wird (Haifa-Zemach). Die Staatseinnahmen für 1931/32 wurden mit 348.690 pal. Pfund geschätzt, davon zirka ein Drittel, 119.150 pal. Pfund, aus Hilfsgeldern Englands stammend. Jene Schätzung ist um 20 Prozent höher als für 1924/25, aber etwas geringer als 1930/31 w7egen des Nachlasses von Agrarsteuern. Von jener 20prozentigen Steigerung entfallen aber 60 Prozent auf Erhöhung der englischen Hilfsgelder infolge Aufstellung der Grenzmacht, .so daß die wirklichen Mehreinnahmen gegenüber 1924/25 nur zirka 25.000 Pfund betragen werden. Von jener Schätzung entfallen auf Lizenzen und Taxen 118.000 pal. Pfund, Zölle und Akzise 64.000, Gerichtsgebühren und öffentlicher Dienst 24.700, auf Post und Telegraph 12.000 usw. Die Einnahmen betragen per Kopf 0.800 pal. Pfund, in Palästina 2.100 pal. Pfund. Die einzigen Steuern sind Zehent, Werko (Qrund- und Gebäudesteuer) und Wegeabgabe. Sie belasten die Bevölkerung ungleich und, nach langjährigen Vermessungen und Schätzungen der Ländereien, wird eine Landsteuer an Stelle obiger drei Steuern treten. Sie beträgt 6 Prozent der jährlichen Brutto^ einnähme, die auf der niedrigen Grundlage von 360 bis 400 Müs per Dunam bebauten Landes veranschlagt wird. Dadurch wird die Steuerlast anders verteilt werden. Von den 64.000 Pfund Akzise Zolleinnahmen werden 25.000 von Palästina jährlich als Zölle, die für Transitgüter nach Transjordanien erhoben wurden, bezahlt. Die von Transjordanien eingehobenen Zölle betrugen 1931: 20.803 pal. Pfund, der Rest entfällt auf die Abgaben auf Tabak und alkoholische Getränke. Diese Ziffern haben sich während der letzten Jahre kaum verändert. Die Einnahmen der Post sind um ein Drittel niedriger veranschlagt als 1930/31. Im Jahre 1931 kam weniger als ein Brief per Jahr auf den Kopf der Bevölkerung (in Palästina waren es 10.8). Im ganzen Lan,d gibt es 345 Telephonanschlüsse. Die Ausgaben werden auf 357.028 pal. Pfund geschätzt, um 7.000 höher als im Vorjahr. Dem Emir sind 67.000 Dunam Staatslaaid gesetzlich zugeteilt worden. Seine Zivilliste beträgt 14.020 Pfund, wozu 3.000 Pfund Sonderbe-