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Palästina · 1933-03-01 · Heft 3-4 (März 1933) · p. Seite 104

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
16 (1933)
Issue
Heft 3-4 (März 1933)
Article
Die Mineralindustrie von Palästina und Transjordanien
Date
1933-03-01
Page
Seite 104 (sequence 3)
Language
German
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worden. Der Ursprung der Minerale sind die heißen Quellen von Galiläa. Die Zeit, die nötig war, die Salze des Toten Meeres zu bilden, ist zirka 50.000 Jahre. Das Tote Meer ist die einzige Quelle »von Pottasche und Bromsalzen im britischen Reich und die gegenwärtige Ausbeute durch die Potash Cy wird Palästina mit der Zeit in die erste Reihe der Länder, die Pottasche und Bromsalze erzeugen, bringen. Nach den Bedingungen des Abkommens wird eine Produktion von mindest 100.000 Tonnan per Jahr erreicht werden, wo dann Palästina in Pottasche allein um 1 Million Pfujid exportieren wuxl. In Bromsalzen ist das Wasser reicher als die Mutterlauge von Stassfurt, die von der Pottaschproduktion bleibenden Rückstände sind viermal so reich als die dortigen. Die Verwendung von Brom für chemische Verbindungen und Farben in der Welt steigt von Jahr, zu Jahr. Von anderen nichtmetallischen Mineralien besitzen Palästina und Transjordanien große Lager von Felssteinphosphaten und bituminösen Kalken. Sie kommen in dicken Schichten, die weite Flächen bedecken, vor, die mächtigsten liegen nördlich und südlich der Jerichostraße von Kilometer 20 zu 32. Leider sind gerade diese Lagen an der Grenze eines ökonomischen Wertes. Versuche sind durch mehrere Jahre wegen Verwertung der bituminösen Kalke gemacht worden, indem man durch Destillat zuerst einen hydraulischen Kalk als erstes Produkt herstellte und ein flüchtige^ Oel als Nebenprodukt, indes der zurückbleibende Kohlenstoff zusammen mit einem Teil schwereren Oels und Gas für das Kalkbrennen verwendet wurde. D e Nebenprodukte würden dann Benzin und Heizöl sein. Die Phosphatsteine, deren Hauptlagerstätte in Nebi Musa ist, schwanken in Qualität, viele sind zu gehaltarm für Export oder für Umwandlung in Supeiphosphat. Es sind Versuche gemacht worden, ein marktgängiges Produkt herzustellen. Die Frage der Umwandlung in Superphosphat hängt in diesem Lande von der Erzeugung von Schwefelsäure ab. In diesem Zusammenhange ist es ein Glück, daß ein großes Schwefelvorkommen südlich von Gaza entdeckt worden ist und die Erzeugung von Schwefelsäure an Ort und Stelle oder einem anderen passenden Platz, würde das Mittel liefern, sowohl Kalisulfat als Superphosphat zu erzeugen. Der Schwefel ist im Sandstein enthalten, der Gehalt ist 15 bis 28 Prozent, er stammt wahrscheinlich aus dem Pleistozän. Während Blanckenhorn an seinen vulkanischen Ursprung glaubt, meinen andere, daß er einen ähnlichen Ursprung hat, wie der Texas-Schwefel. Seine direkte Verwendung für Schwefelsäure ist möglich und seine Konzentration durch den Abschöpfungsprozeß ist bereits erfolgreich durchgeführt worden und in dieser Form hätte er hohen Marktwert. Ich möchte hinzufügen, daß Salz, Bitumen und Schwefel einen beträchtlichen Einfluß auf die historischen Stätten südlich des Toten Meeres gehabt haben, entweder wirklich oder der Mythe nach. Jebel Usdum ist ein großer Salzberg, von dem man annimmt, daß er infolge einer unterirdischen Quelle aus der Oberfläche hervorgebrochen ist. Das Alter wurde als das der Triaszeit bestimmt. Soweit die Sage von Lots Weib historisch ist, kann man annehmen, daß sie in die Salzquelle gefallen ist. Ein Teil des Berges ist für Salzgewinnung genutzt worden und der Bedarf von Jerusalem in den letzten fünf Jahren wurde von dort gedeckt. Bitumen (Pech), das auch oft in der Geschichte erwähnt wird, kömmt schwimmend auf dem Toten Meere vor. In den letzten Jahren haben Petroleumfachleute der Meinung Ausdruck ge-

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