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Palästina · 1933-03-01 · Heft 3-4 (März 1933) · p. Seite 105

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
16 (1933)
Issue
Heft 3-4 (März 1933)
Article
Die Mineralindustrie von Palästina und Transjordanien
Date
1933-03-01
Page
Seite 105 (sequence 4)
Language
German
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geben, daß es in diesem Gebiete Petroleumfelder geben könnte. Gegenwärtig werden Untersuchungen vorgenommen. Man kann über die Ausbeute von Phosphaten und Bromsalzen am Toten Meer und ihren Aussichten sehr befriedigt sein, aber die Zukunft der Metallerzlager im Süden bleibt problematisch. Doch haben sie nach der mittleren Qualität zu schließen, einen Wert von zirka 1 Million Pfund, deshalb ist es wahrscheinlich, daß wir nur die Erholung der Weltmärkte abwarten müssen, damit diese Erze bearbeitet und exportiert werden. Schwefel hat einen Wert von 3 bis 8 Pfund per Tonne, je nach Reinheit und physikalischer Beschaffenheit. Da das untersuchte Quantum von ausbeutungsfähigem Erz groß ist, kann man erwarten, daß ein Zentrum des Bergbaues südlich von Gaza entstehen wird. Schwieriger ist die Frage der Phosphatsteine und des bituminösen Kalkes; zweifellos wird es die Beihilfe der Regierung erfordern, um die mögliche Verwendung dieser Erze zu finden. Wir erwarten auch mit Interesse die Resultate der Nachforschungen nach Petroleum südlich des Toten Meeres. Vor zehn Jahren war noch keine Spur einer Bergwerksindustrie. Heute haben wir schon Export in zwei wichtigen Produkten und die baldige Möglichkeit für weitere Ausfuhr. Ich denke, daß man ruhig sagen kann, daß die Mineralindustrie in Palästina während dieser Zeit gute Fortschritte gemacht hat. Transj ordanien. Vorb. d. Red. Angesichts der jüngsten Ereignisse in Transjordanien, veröffentlicht „Palestine and Middle East Economic Magazin", Nr. 1, einen Aufsatz über dieses Land, den wir gekürzt wiedergeben. Im Vergleich mit den erstaunlichen Fortschritten in Westpalästina, ist es fast unglaublich, daß dieses und Transjordanien unter demselben Mandat stehen und eine ökonomische Einheit bilden. Selbst der kleine Fortschritt, den Transj ordanien nach dem Krieg erfahren hat, ist dem Westen zu verdanken. Die Jordangrenze hat sich sonst erstaunlicherweise als chinesische Mauer gegen den Zufluß von Kapital und Unternehmungsgeist erwiesen. Nach dem offiziellen Bericht der britischen Regie;rung für 1931 hat Transjordanien eine Ausdehnung von zirka 20.000 Quadratmeilen (rund 52.000 Quadratkilometer), ist also mehr als doppelt so groß als Palästina. Der östliche Teil ist Wüste, der westliche Teil ist vorwiegend fruchtbar und hat ein gesundes Klima. Schon zur Römerzeit war Transjordanien bekannt als das „gesunde" Palästina. Im Westen geht die Wüste stufenweise in einen an manchen Stellen bis zu 50 Meilen breiten Streifen von fruchtbarem Land über, welches im Altertum eine Kette von blühenden und glänzenden Städten aufwies. Vier Flüsse durchziehen das Land, daher ist Wasser reichlich vorhanden. Die Bevölkerung wird auf 300.000 Köpfe geschätzt, davon sind 130.000 seßhaft, 120.000 Halbnomaden, 50.000 Nomaden, üeber die seßhafte Bevölkerung, heißt es im englischen Bericht: „Sie lebt in einfachen Häusern in Dörfern, die Halbnomaden in Zelten, von wo aus sie ihre Felder bewirtschaften und Vorratsmagazine für das Getreide bauen. Die Beduinen leben hauptsächlich

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