Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 16 (1933)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1933)
- Article
- Die neuen Formen der Arbeiter-Ansiedlung auf KKL.-Boden
- Date
- 1933-03-01
- Page
- Seite 95 (sequence 5)
- Language
- German
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nötigen Handarbeiter vermindert, den an Stelle vcrn fünf bis sechs Arbeitern für «eine Anbaufläch« braucht man heute (durch die Maschinen nur einen Mann für deren Bearbeitung. In den heutigen Getreideunid Futterbau-Wirtschaiten ermöglicht diese Ersparnis in der Bearbeitungsmetiho.de die Aufnahme anderer Wirtschaftszweige, wie Pflanzungs-, Milch- und Geflügel-Wirtschaft. {Die Arbeitskräfte, welche von dem Pflügen des Feljdels, vom Säen unfd Ernten frei geworden sind, widmen sich jetzt mehr den ußbewässerfcen Kulturen und den anderen Wirtschaftszweigen, und so verbessert man alle übrigen Gebiete der Wirkschaft und sie erbringen sichere Einnahmen, fJedoch die großen Vorzüge dieses Systems der Bearbeitung mit Maschinen $ werden sich erst richtig bei der Gründung neuer Siedlungen in der Zone der Getreide- und Futterbau- Wirtschaften fühlbar machen. Es verlohnt sich, hier kurz durch Beispiele aujf die Frage, welche Fläche? in der Getreidezone den Siedler ernährt, einzugehen. Eine Fläche von 10.000 Dunam in dieser Zone wird nach einer rationellen Vorbereitung für eine Siedlung von hundert Familien ausreichen. Ehe der Boden in die Hände der Juden überging, war er meistens so ausgebeutet, daß er keine Ernten mehr hervorbringen konnte, die genügt hätten, um auf 100 Dunam eine Familie zu ernähren. Dafür wäre ein füntf:- bis sechsmal größeres Areal nötig gewesen. Folglich würden 100 Arbeiter, die sich auf einer solchen Fläche ansiedeln, von Begründung der Wirtschaft aoi, mit einem Defizit arbeiten, oder weiteres Kapital zur Deckung der Defizite hineinstecken müssen. Diese Beträge würden anwachsen und nach einer Reihe von Jahren für die Siedlung untragbaren Last werden. Und dies ist in der Tat die Hauptursache für die schwierige Lage der neuen Siedlungen im Emek, die gleiqh in dem enjdgüitig gedachten Umfang angelegt« wurden, ohne die zwangsläufige Entwicklung zu berücksichtigen, die für die Kolonisation im allgemeinen und für diese im besonderen gegeben ist. Anders liegen die Dinge, wenn solch eine Wirtschaft im Anfang von 12 bis 15 Arbeitern mit modernen Maschinen bearbeitet wird. Diese werden nicht nur keine Defizite erleiden, sondern können sogar (mit gewissen Ueberschüssen rechnen, die ihnen für die allmähliche Entwicklung der Wirtschaft dienen können. Dieses System sieht den Anbau von Getreide und Futter nicht sogleich in dem Maße vor, wie er am Sdhluß gedacht ist, sondern in einer allmählichen Entwicklung von innen berate. Bei diesem System werden nicht von Anfang große Mittel gebraucht. 6.000 pal. Pfund (oder 600 Mals pro Dunam) genügen für die Beschaffung von Arbeitsgeräten, Samen und Unterhalt der Arbeiter für ein Jahr, um die (ganzen 10.000 Dunam bearbeiten zu können. Mit Hilfe der geringen Verdienste aus (der Wirtschaft unjd einer weiteren Anleihe von 300 bis 400 pal. Pfund pro Familie ist es möglich, die Wirtschaft auf gesunder Grundlage aufzubauen, d. h. eine Summe von 35.000 bis 45.000 Pfund würde ausreichen, eine gut fundierte Siedlung für 100 Familien zu errichten. Wenn man diesen Betrag mit rden 120.000 pal. Pfund vergleicht, die in den früheren Jahren für den gleichen Zweck benötigt wurden, so wird deutlich klar, daß auch in dieser Zone „etwas geschieht", etwas Konkretes, was den Fortschritt der Kolonisation antreibt, wenn... Boden vorhanden ist und vorhanden sein wird. Wir brauchen auch keine Befürchtungen zu hegen wegen der anfänglich kleinen Zahl von Ansiedlejrti, denn der Kauf des Bodens? geht der Einwanderung von Juden stets voraus. Der Boden, den wir in Erez