Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 16 (1933)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1933)
- Article
- Die neuen Formen der Arbeiter-Ansiedlung auf KKL.-Boden
- Date
- 1933-03-01
- Page
- Seite 96 (sequence 6)
- Language
- German
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Israel erwerben können, ist beschränkt : und wenn wir ihn nicht heute erwerben — wer kann wissen, ob wir ihn morgen noch bekommen können. Wenn der Boden in unserer Hand ist, dann werden wir morgen und atfdh übermorgen mit der Entwicklung der Wirtschaft und der Bereitstellung der Mittel eine jüdische Einwanderung haben. Aus diesem Grunde sind wir überzeugt — und es scheint uns, daß wir uns damit auf der richtigen Linie bewegen — daß selbst, wenn die kolonisierende Instanz die notwendigen Gelder nicht bereit hat, der Keren Kajemeth hingegen seine Mittel für Bodenkauf, Besetzung und Erhaltung der Böden ausgeben muß, der letztere trotzdem seine Bodenkaufstätigkeit auch in dieser Zone fortsetzen muß. Der Preis der Böden in der Getreide- und Futterbauzone im Emek Jesreel usw. beträgt 2.5 bis 3 pal. Pfund. Die Kosten für di« Erhaltung der Böden machen 50 bis 60 Piaster pro Dunäm auis, es ergibt sich also, daß die Erhaltung des Bodenbesitzes das Land nicht sehr verteuert. Mit diesen Geldern wird nicht nur die Frage der Besetzung der Böden gelöst, sondern in gewissem Umfange auch die Frage ihrer Besiedlung, jedenfalls im Anfang. Denn auch hier werden wirtschaftliche Werte geschaffen, weiche die künftigen Ansiedlungsausgaben vermindern. Bewässerungsfragen. Von J. Dawson Shepberd, Jerusalem. Wir entnehmen diesen Artikel dem bei dem neuen Entwicklungsdepartement beamteten Autor der Zeitschrift „Palestine and Middle East", Nr. 2. — Die Red. Die verschiedenen Probleme der Entwicklung der Bewässerung Palästinas werden leicht in ihrem Charakter überschätzt. Sie sind zum großen Teil rein wirtschaftlicher Natur und die hauptsächlichste Frage, die zu beantworten ist, wenn eine Bewässerung angelegt werden soll, ist die, ob sie rentabel sein kann. Der wirtschaftliche Gesichtspunkt. Wenn in einem Lande der jährliche Riegenfall normalerweise genügend groß ist, um eine Winterfruchternte zu gewährleisten und nach einer Winterbrache eine Sommerernte bei Trockenikultur, so muß in diesem eine Ausgabe für Bewässerung sich bezahlt machen nicht durch eine Ernte, die man auf andere Weise nicht erzielen kann, sondern durch die Steigerung des Ernteertrages der durch die zusätzliche künstliche Bewässerung gewonnen wird. Dieser Art sind »die Bedingungen für einen großen Teil von Palästina, wo zudem die Unmöglichkeit eines Bewässerungssystems auf breiter Basis — wegen der topographischen Gestaltung des Landes und der Spärlichkeit und der Zerstreutheit von Oberflächenwasser — es notwendig macht, daß eine große Anzahl von kleineren Projekten ausgeführt wird, von denen jedes einzelne für sich allein rentabel sein muß. Sehr oft kommt es vor, daß, je kleiner das Projekt, um so kostspieliger das geförderte Wasser ist, indes es in Palästina genau so wie anderswo eine bestimmte Grenze für die Wasserbeschaffuaig gibt, bis zu den sie noch rentabel ist. Es ist unwirtschaftlich, daß heute, bei den nied-