Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 16 (1933)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1933)
- Article
- Die neuen Formen der Arbeiter-Ansiedlung auf KKL.-Boden
- Date
- 1933-03-01
- Page
- Seite 94 (sequence 4)
- Language
- German
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diejenigen zu verteilen, die heute schon nach Boden ajussehauen und die im* stände wären, ihn zu besetzen und zu bearbeiten. Es versteht sich von selbst, daß diese Menschen heute mit ihren Kiräften Raubbau treiben, aber die Hoffnung, sich doch einmal ajuf dem Baden ansiedeln zu können, ist ungeheuer stark und gibt ihnen die JQrayft, allen Hinderttiiissen zu trotzen — utaid es liegt nur in der Hand des K&L., diese Hoffnung zu verwirklichen. Hier müssen wir unterstreichen, daß die Frage der Sicherung schon darum nicht aktuell ist, weil der KKL. dn der Pflanzungszone überhaupt über keine Reserveböden verfügt. Nach der Zuteilung der Wadi Chawereth-Böden und der Ländereien in der Gegend von Tel Mond an verschiedene Irgunim ist ihm keine Bodentreserve geblieben und diese Flächen werden zum Teil intensiv bearbeitet werden, zum Teil extensiv. Der K,KL. ist nicht allein von!d©r Last der Sicherung dieses Bodenbesitzes befreit worden, sondern es würden auch Verträge mit den Siedlern unterzeichnet, in denen die letzteren sich verpflichten, eine, wenn auch minimale Paehtsumme zu zahlen, die jedoch hinreichend ist, um die Kosten für die Erhaltung von entlegeneren Ländereien ziemlich zu bestreiten. Es besteht die Befürchtung, daß gerade der für die Mittelstandssiedlung bestimmte Boden unbesetzt bleiben würde. Denn außer der Gesellschaft „Jachin", die schon mit der Bepflanzung von 500 Dunam Orangengärten für 50 Mi'ttelstaridsfamilien in Amerika und Europa beginnt, sehen wir keinerlei andere Tätigkeit des Mittelstarides, für den der KKL. in Wadi Chawareth eine bedeutende Bodenreserve bereitgestellt hat. Alle übrigen Kategorien, welche in Wadi Chawareth und im Scharon-Boden erhalten haben, wie der Kibbuz Gimmel des Hasehomer Hazair, Irgun Intensivi in Chedera, Irgun Witkin, Irgun Haemek und die Ex-Legionaere in Wadi Chawareth, ferner die Irgunim J»?sreel, Chetruth und Chaklai in der Umgebung von Tel-Mond — sie alle folgen der neuen Richtung und besetzen den Boden mi,t Hilfe ihrer Spargelder oder Arbeitslöhne. »Es erweist sich, daß die nlchtmittelständischen Siedler, die keine Mittel besitzen, die aber über Arbeitskraft und Können verfügen, die Schöpfer ur^d Erbauer der Wirtschaft auf KKL.-Boden sind, dieser Kolonisation, welche -^wie eine neue Pflanze emporwächst, d{e langsam großgezogen wird, die sich aber tief im Boden verwurzelt, und fhn für ewige Zeiten festhält. In der Tat sehen wir diese . neue Richtung der Selbstansiedlung sich nicht nur in der Pflanzungszone in Judäa und Scharon entwickeln, sondern auch in den Gegenden, wo Futter und Getreide angebaut wird. In diesen Zonen hat sich in den letzten Jahren eine richtige Revolution abgespielt, die durch die modernen Arbeitsgeräte, hauptsächlich Traktor und Combine (kombinierte Maschine für Säen, Schneiden und Dreschen) ) verursacht worden ist. Diese Maschinen haben die Ausgaben der Getreide- \und Futterwirtschaft fast um 60 Prozent vermindert. (Siehe den Artikel »„Die Entwicklungstendenzen der palästinensischen Landwirtschaft", von D. Horowitz, in Nr. 5/7. — Die Red.) Der Preis für die Bearbeitung eines \Dunam senkte sich von 1 pal. Pfund jährlich auf 40 bis 45 Piaster. Diese Ausgabe wird sich hereinbringen lassen und wahrscheinlich in normalen Jahren, wenn ) keine Unfälle durch höhere Gewalt eintreten, noch einen kleinen Uebersehuß lassen. Aber selbst wenn das Feld keinen Ertrag außer 60 bis 70 Kilogramm Weizen pro Dunaim erbringt, werden die Einnahmen genügen, um die Ausgaben zu decken, und es kann noch ein kleiner Nutzen bleiben. Freilich wird dadurch die Zahl der