Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 16 (1933)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1933)
- Article
- Die Lehren der Einwanderung des Jahres 1932
- Date
- 1933-03-01
- Page
- Seite 80 (sequence 8)
- Language
- German
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tungsbereiehes und unseres Einflusses und können in diesem Zusammenhang ausgeschaltet werden. B. Was nun die innerpalästinensische Situation und Entwicklung anbelangt, so sind auch hier die politischen Elemente (Unruhen usw.) auszuschalten. Mit aller Deutlichkeit sei hier nur unterstrichen, daß die von mancher Seite aufgestellte Behauptung, die palästinensische Konjunktur sei neueren Datums, ganz falsch ist. Der Aufschwung in Palästina begann bereits im Frühjahr 1929 und hält seitdem, trotz Weltwirtschaftskrise und in mancher Beziehung gerade durch sie gefördert, an. Was für uns das wichtigste ist, auch die Augustunruhen 1929 waren nicht im Stande, diese Entwicklung zu unterbrechen, sondern nur zeitweilig abzuschwächen. Die offenkundige Tatsache der wirtschaftlichen Förderung des Landes durch die jüdische Einwanderung, hat sich als wirksamer erwiesen, als der künstliche, politisch inspirierte (und demagogischer Weise religiös motivierte) Widerstand gewisser Kreise. C. Die Gründe für den Wirtschaftsaufschwung des Landes liegen in erster Reihe in der durch die Lage in allen Ländern der Diaspora bedingten verstärkten jüdischen Einwanderung von Kapital und Arbeit und der steigenden Erschließung aller Naturschätze des Landes durch jüdische Wirtschaftsenergie. In einer Reihe von sehr geistreichen Analysen hat D. Horowitz in der letzten Zeit einige Momente erhellt, die diesen Prozeß in glücklicher Weise ergänzt und gefördert haben (Schaffung eines immer wachsenden Konsummarktes im Lande, ohne daß eine Ueberschwemmung des Marktes mit Produktivgütern, in einer Zeit des Ueberflusses und der Unabsetzbarkeit von produktiven Gütern in der ganzen Welt, erfolgt wäre; die Sondersituation des Monopolgutes des Landes, der Orange, die als vitaminreiche Südfrucht besonderer Art, im Gegensatz zu vielen arideren Produkten, sich selbst heute neue Märkte bei guten Preisen zu erobern in der Lage ist; der Exportstimulans der Senkung des Wertes des englischen Pfundes usw.). All dies ist völlig richtig, würde aber allein nicht genügen, die starke Anziehungskraft Palästinas für jüdisches Kapital und jüdische Arbeit zu erklären. Wir ernten heute die Früchte der zionistischen Propaganda in der ganzen Welt, Generationen hindurch, in gleicher Weise wie der durch Chaluzim des Werkes in Palästina selbst investierten Mühe von 50 Jahren. (Symbol: die Tatsache, daß die seit 1928 gepflanzten örangeribojaren sukzessive anfangen, Frucht zu tragen und das investierte „eingefrorene" Kapital „auftaut"). Ohne die starken Impulse der jüdischen Einwanderung nach