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Palästina · 1933-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1933) · p. Seite 32

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Journal
Palästina
Volume
16 (1933)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1933)
Article
Arbeiterbewegung. Von Dr. Arie Tartakower, Lodz.
Date
1933-01-01
Page
Seite 32 (sequence 4)
Language
German
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reni bedeutete zugleich einen Auftakt zur Konferenz der Histadruth, deren nahes Zusammentreten zu jener Zeit bereits feststand. Der Unterschied zwischen den beiden Konferenzen schrumpfte hier ganz besonders zusammen, mag auch die Rolle und die Aufgaben der Partei als der Führerin im Gewerkschaftskampf immer wieder hervorgestrichen worden sein. Gerade hier, wie auch bei der Behandlung der inneren Probleme des Parteilebens, trat die für die palästinensische Arbeiterschaft so charakteristische Selbstkritik scharf zutage. Was zu tun sei, um den großen Apparat der Partei, der zum überwiegenden Teil in der tagtäglichen Gewerkschaftsarbeit steckt und in seiner politischen Bedeutung eigentlich bloß in Wahlperioden zutage tritt, zur intensiven Erziehungs- und Propagandaarbeit anzuspornen und mit der Masse der Mitglieder in tagtäglichen Kontakt zu setzen, das war das Hauptproblem, das nun wiederum zur Erörterung gelangte. Die Arbeiterpartei Palästinas kämpft hartnäckig gegen das Fatum aller großen Parteien der Welt, die nur allzu oft zu Wahl- oder Demonstrationsmaschinen ausarten. Demgegenüber wird hier immer wieder das alte Ideal der Partei als Lebens- und Kampfgemeinschaft emporgehoben und die zahlreichen Organisationsbeschlüsse der Konferenz beweisen, daß man auch entschlossen ist, dieses Ideal Wirklichkeit werden zu lassen. Angesichts des Umfanges der Debatte über die Fragen der Kolonisation und des Parteilebens kam man gar nicht dazu, eine Reihe anderer, sonst für sozialistische Konferenzen charakteristischen Probleme in Angriff zu nehmen. Die allgemeinen politischen und Kulturfragen, wie auch die Probleme des Sozialismus mußten den Sessionen des Parteirats überwiesen werdjen, die in den allernächsten Monaten zusammentreten sollen. Die Konferenz wird also, wenngleich in einem beschränkterem quorum, sozusagen in Permanenz tagen, bis sie das gewaltige Arbeitspensum erledigen wird, das ihr von ihren Einberufern gesteckt worden war. Erst dann wird auch das umfassende Programm fertig werden, das auf Jahre hinaus die Entwicklung der jüdischen Arbeiterbewegung Palästinas bestimmen wird. IL Vor der vierten Konferenz der Histadruth. Mit den am 26. Dezember im ganzen Land vorgekommenen Wahlen zur vierten Konferenz der Histadruth, die unter einer Beteiligung von 22.131 Arbeitern (76,5 Prozent der Gesamtzahl der Stimmberechtigten) stattfanden, fand die erste Periode der Vorbereitungsarbeiten zu dieser Konferenz ihren Abschluß. Das weitere wird nun die Konferenz selbst erledigen, die zu ihrer ersten Session in den ersten Februartagen zusammentreten soll, indes die zweite Session erst nach dem zionistischen Kongreß einberufen werden wird, der die Aktivität der jüdischen Arbeiterschaft Palästinas Monate lang in Anspruch nehmen dürfte. Der Gang der äußeren Ereignisse, der die Verhandlungen der Konferenz der Arbeiterpartei Palästinas so stark beeinflußt hat, wird natürlich auch an dem herannahenden Gewerkschaftskongreß nicht spurlos vorbeigehen können. Sowohl äußerlich, rein zahlenmäßig genommen, als auch in ihrer inneren Gliederung hat die jüdische Arbeiterschaft im Lande im Lauf der letzten Jahre bedeutende Aenderungen zu verzeichnen. Kaum zwölf Jahre sind es her, seitdem in Haifa die Schaffung der Histadruth proklamiert worden war, und doch hat sich die Zahl der Mitglieder im Laufe dieser

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