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Palästina · 1933-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1933) · p. Seite 14

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Journal
Palästina
Volume
16 (1933)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1933)
Article
Der Entwicklungsplan (Development Scheme) für Palästina
Date
1933-01-01
Page
Seite 14 (sequence 7)
Language
German
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Die Primitivität der Fellacihenwirtschaft. Der Hauptgrund für die schlechte Lage des Fellachen liegt darin, daß seine Wirtschaft rückständig geblieben ist und sich den neuen Bedingungen der Weltwirtschaft nicht angepaßt hat. Die Produkte, die der arabische Fellache aus seiner Wirtschaft zu Markte bringt, nämlich Weizen, Gerste, Hülsenfrüchte, Sesam, sind infolge der Konkurrenz anderer für Ackerbau viel besser geeigneter Länder außerordentlich billig und gewähren ihm für seine Arbeit ein sehr geringes Entgelt, Nur in denjenigen Fällen, in denen die Fellachen zu Baumpflanzungen übergegangen sind oder in der Nähe der Städte oder der größeren jüdischen Kolonien Gemüse unter Bewässerung erzeugen, hat sich ihre Lage gebessert. Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß jeder Versuch, die Lage der Fellachen zu heben, in der Richtung aiuf eine allmähliche Abkehr vom reinen Getreidebau und auf den Uebergang zu bewässerten und unbewässerten Baumpflanzungen und zur Ausgestaltung der 'Milchwirtschaft, der Geflügelhaltung und des Gemüsebaues führen muß. Dabei ist natürlich nicht daran gedacht, die Wirtschaft von einem Tag zum andern aus einer extensiven in eine intensive umzugestalten. Die eingewur*- zelte Tradition des Fellachen steht einem solchen brüsken Uebergang entgegen. Wohl aber kann die notwendige Intensivierung im Wege eines allmählichen Ueberganges erreicht werdein. Die jüdischen Vorschläge für Development im Küstengebiete. Die Vorschläge zu einer Verbesserung der Lage der Fellachen, die von den Juden in dem eingangs erwähnten Memorandum gemacht wurden, beruhen in erster Linie auf einer Feststellung der Fläche des kultivierbaren Bodens in gewissen Teilen Palästinas, die für die zukünftige jüdische Kolonisation hauptsächlich in Frage kommen, nämlich die Küstenebene, das untere Jordantal, das Beisangebiet und das Hulegebiet. Unter diesen vier verschiedenen Gebieten nimmt die Küstenebene den wichtigsten Platz ein. Eine von der Jewish Agency eingesetzte besondere Kommission hat im Jahre 1930 untersucht, welche Fläche in den erwähnten vier Gebieten vorhanden sind un-d ist zu der Feststellung gekommen, daß die etwa 4,000.000 Dunam Boden in der Küstenebene sich folgendermaßen verteilen: Dunam Leichter bewässerbarer Boden (für Orangen besonders geeignet) 500.000 Schwerer bewässerbarer Boden (für Orangen weniger geeignet) 750.000 Nicht bewässerbar (für Getreide geeignet).......... 1,250.000 Nicht kultivierbar ............,...... 1,500,000 Von den kultivierbaren 2,500.000 Dunam sind zurzeit (approximative Ziffern) in Händen der Araber Judeni Dunam Dunam Orangenpflanzungen .............. 80,000 80,000 Boden, der für Orangen geeignet ist......... 280.000 60.000 Bewä.sserbarer Boden, der weniger für Orangen als für Gemüse usw. geeignet ist............ 700.000 75,000 Nicht bewässerbarer Boden für Getreide....... 1,040.000 185.000 Zusammen .... 2,100.000 400.000

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