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Palästina · 1932-10-01 · Heft 10-11 (Oktober 1932) · p. Seite 350

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
15 (1932)
Issue
Heft 10-11 (Oktober 1932)
Article
Die Einnahmen der Fellachen
Date
1932-10-01
Page
Seite 350 (sequence 3)
Language
German
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Gerste, die nächst wichtigste Feldfrucht, zeigte 1928/30 eine Durchschnittsr Produktion von 5.000 Tonnen, davon entfallen 4.500 auf die Araber; zu 6 Pfund per Tonne sind das 270.000 Pfund. Die Johnson-Crosbie-Kommission schätzte, daß in Geldwert Weizen und Gerste 71 Prozent der gesamten Ackerwirtschaft der Fellachen betragen. Denv nach ist für das Gesamteinkommen der Fellachen aus der Ackerwirtschaft zu rechnen: Weizen 930.000 Pfund Gerste 270.000 „ Andere Feldfrüchte 490.000 „ 1,690.000 Pfund Im selben Bericht wird das Einkommen von Fruchtbäumen mit 31 Prozent des von Ackerfrüchten und Fruchtbäumen zusammen erzielten angegeben, das wären also 795.000 Pfund. Die arabische Jahresproduktion von Eiern wird mit 40.7 Millionen Stück angegeben, im Werte von 100.000 Pfund. Bei der Viehzählung gab es 252.000 Schafe und 440.000 Ziegen, abzüglich der auf die Beduinen und Juden zu rechnenden Tiere, entfielen auf die Fellachen 92.000 Schafe und 395.000 Ziegen. Der Wert ihrer Produktion, je mit 0,600, resp. mit 0,400 Pfund per Kopf angenommen, ergibt eine Summe von 213.000 Pfund. Das Einkommen von Milchkühen repräsentiert nach dem Johnson-Crosbie- Bericht 24.5 Prozent des Gesamteinkommens vom lebendem Vieh, das heißt 52.000 Pfund. Daher setzt sich das Bruttoeinkommen der ganzen Fellachenklasse aus folgenden Posten zusammen: Ackerbau 1,690.000 Pfund Obst 795.000 „ Eier 100.000 „ Viehzucht u. Milchkühe 265.000 „ 2,850.000 Pfund Wie erwähnt, sind Orangenpflanzungen vollständig ausgenommen worden. Jedenfalls stellt obige Ziffer nur eine ganz rohe Schätzung dar, obgleich eine besondere Genauigkeit für unsere Zwecke nicht notwendig ist. Aber wenn Ergebnisse, welche durch ganz verschiedene Methoden erzielt wurden, unsere Schlüsse nicht Lügen strafen, so erlangen diese dadurch eine zusätzliche Bestätigung und sind als hinreichend richtig erwiesen. Glücklicherweise liefert uns der Bericht der Johnson-Crosbie-Kommission eine geeignete Vergleichsbasis. In diesem Bericht wird das gesamte Brutto-Einkommen von 104 arabischen Dörfern mit einer Bevölkerung von 126.000 bis 136.000 Seelen auf 799.000 Pfund geschätzt. Der Bevölkerungszensus von 1932 gibt die Zahl der arabischen ländlichen Bevölkerung mit 533.832 Seelen an. Daher erstreckt sich jener Bericht auf zirka ein Viertel der arabischen ländlichen Bevölkerung. Nehmen wir dieses Viertel als typisch für das Ganze an, so wäre das Brutto-Einkommen der Fellachenklasse 3,196.000 Pfund. Das kommt unserer Zahl von 2,850.000 Pfund sehr nahe und die kleine Differenz von 10 bis 11 Prozent kann folgenden Umständen zugerechnet werden:

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