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Palästina · 1932-10-01 · Heft 10-11 (Oktober 1932) · p. Seite 342

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
15 (1932)
Issue
Heft 10-11 (Oktober 1932)
Article
Beth Chanan
Date
1932-10-01
Page
Seite 342 (sequence 5)
Language
German
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In den nächsten Jahren wird es zweifellos gelingen, den Sumpf in eine fruchtbare Fläche und eine wichtige Einnahmequelle für die Siedlung umzuwandeln. In der nächsten Zeit Wird hier wahrscheinlich noch ein Brunnein angelegt werden (die Ausgaben dafür sind sehr Idein, da sich das Wasser in ganz geringer Tiefe befindet), so daß auch hier ein Teil des Futters bewässert werden kann. Auch der Gemüsegarten im Hof entwickelt sich zu einer wichtigen Stütze der Wirtschaft: intensive Kulturen, besonders Frühgemüse — Kartoffel, Kohl, Blumenkohl, Tomaten, Gurken, Erdbeerqn und in erster Reihe der in Bulgarien so beliebte süße Pfetffer — nehmen den Hauptgarten ein und werden sicher einen Teil des Unterhalts des Siedlers in der nächsten Zukunft decken. Der Wirtschaftstypus, wie er in Beth Chanan geschaffen wurde, erfordert also die volle, rationelle und intensive Ausnutzung der Fläche, die sich im Besitze des Siedlers befiridet. Das gibt demselben aber auch die Möglichkeit, durch die schwere Ueber^angsperidde durchzukommen und den Unterhalt in der Wirtschaft selbst zu finden, bis der Pardess Frucht zu tragen beginnt. Aber auch für späterhin bietet dieser gemischte Betrieb die Gewähr, daß eine Krise in einem Zweig nicht die ganze Wirtschaft zugrun'de richten kann. Auf diesen Tatsachen beruht die entscheildende Bedeutung dieses Wirfo» schaftstypus und darin besteht auch der Unterschied zwischen dieser und der privaten Siedlung, wie sie in dieser Gegensd bisher üblich ist. Hier herrscht der private Pflanzer (Pardessan) vor. Es handelt sich in den meisten Fällen um Leute, die über ein mehr oder wemiger großes Kapital verfügen, welches sie ,'in Pflanzungen anlegen, wobei auch der Bod^n Privatbesitz ist. Zumeist sind diese Leute auch im Besitze ge^iügenjder Mittel zum Unterhalt für die fünf bis sechs Jahre bis zur Frfrchttragunjg (wir sehen hier ab, von den Einzelheiten, ob der Besitzer im Ausland lebt und von dort aus das Anlagekapital sendet, oder sich im Lande befinjdet und bis zur Frucht seinem Beruf nachgeht usw., Tatsachen, die den allgemeinen Charakter dieser Wirtschaft nicht ändern) oder müssen für diese Zeit eine aridere Einnahmequelle finden, zumeist außerhalb der Landwirtschaft. Diese Siedlungsform erfordert natürlich größere Mittel und steht nur den bemittelten Schichten offen. Ganz anjders ist 'die Wirtschaftsform, wie sie in Beth Chanan geschaffen wurde. Die Grundsätze 'dieser Siedlung sind von jener wesentlich verschieden uinjd sind durch folgendes charakterisiert: 1. Der Boden ist Besitz des Keren Kajemeth und wird dem Bearbeitenden in Pacht überlassen. 2. Der Siedler beteiligt sich mit einer bestimmten^ nicht zu hohen Summe am (Ausbau der Wirtschaft, den Rest erhält er als langfristige Anleihe aus nationalen Mitteln (Keren Hajessod). Diese zwei Grundbedingungen würden die Ansiedlung in der Orangenzone auch weiteren Kreisen ermöglichen, deren Mittel beschränkt sind. 3. Die Fläche, die dem Siedler gegeben wird, ist beschränkt durch den festgelegten Lebensstandard und durch die Bedingung der Eigenarbeit. Das verpflichtet zur Entwicklung einer intensiven Kleinwirtschaft und ermöglicht dichte Siedlung der maximalen Familienzahl auf einer bestimmten Fläche. 4. Die Intensivierung der Hauswirtschaft (zusammen mit der Lohnarbeit, wenn die Siedlung in der Nähe einer Kolonie gelegen ist) gibt der arbeitenden Familie die Möglichkeit, die Einnahmen für den Unterhalt in der Uebergangszeit

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