Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 15 (1932)
- Issue
- Heft 10-11 (Oktober 1932)
- Article
- Beth Chanan
- Date
- 1932-10-01
- Page
- Seite 343 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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hauptsächlich aus der Wirtschaft selbst zu ziehen. Auf ganz ähnlichen Prinzipien dürften zum Teil auch die Siedlungen in Wfadi Chawareth basiert werden, mit deren Aufbau demnächst begonnen werden soll. Es ist klar, daß diese Bedingungen auch einen besonderen Typus von Siedlern erfordern. Man muß zugeben, daß das Siedlermaterial in Beth Chanan in dieser Hinsicht vorzüglich ist. Menschen im besten Arbeitsalter, intelligent, fleißig, un|d mit guter Ausbildung. Das tiefe soziale Gefühl gibt ihnen die Möglichkeit einer starken! inneren Organisation mit den Vorteilen gemeinr samer Arbeit. Einfachheit u'rid Geradheit, die an den slavischen Typus jener Gegend erinnern, aus der die Siedler stammen, sind Eigenschaften, die es den! Siedlern zweifellos ermöglichen werden, binnen kurzem in der Landwirtschaft tief Wurzel zu schlagen. Und wenn auch Beth Chanan erst am Anfang seines Weges steht lind alle Schwierigkeiten noch vor ihm liegen, besteht kein Zweifel, daß die Siedler, die es verstanden haben, in kurzer Zeit den Moschaw mit gu$em Erfolg aufzubauen, auch den richtigen Wfeg zu seiner weiteren Entwicklung und Fundierung finden werden. Die Exportbeziehungen Palästinas mit den wichtigsten Importländern. Vorb. d. Red. Wir entnehmen diesen Artikel mit einigen Kürzungen der Nr. 4/5 von „Mischar we Tassjah", welche den Fragen des Exportes palästinensischer Produkte gewidmet ist. Polen. Dieses Land hat eine große Bedeutung fjür den Export von Erez Israel, weil nahezu 10 Prozent (zirka 3 Millionen) der Gesamtbevölkerung des Landes (31 Millionen) Juden sind. Der Import Polens beläuft sich auf 60 bis 75 Millionen Pifund Sterling im Jahr. Im Handel nehmen die Juden die hervorraigeridste Stelle ein, sie machen zwei Drittel der Berufstätigen aus (Zählung 1921: 62.6 Prozent). Auch unter den Einwanderern afus Palästina stehen jene aus Polen an der Spitze. Trotzdem nahm Palästina im Import nach Polen einen geringen Platz ein. Erst ab 1926 beginnt seine Einfuhr zu steigen: 1926: 1.083 Pfund; 1927: 1.288 Pfund; 1928: 3.171 Pfund; 1929 : 5.367 Pfund; 1930: 16.470 Pfund; 1931: 17.538 Pfund. Aber trotz dieser Steigerung macht der Export nach Polen noch nicht die Hälfte dessen aus, was Palästina von Polen importiert — 1931: 38.500 Pfund, d. i. von dem Gesamtimport Polens ein Vierzigstel Prozent. Die hauptsächlichsten Waren des Exportes im Jahre 1930 nach Polen waren: Tabak (6.190 Pfund), Wein (5.049 Pfund), Blechwaren, wie Zinneimer usw. (1.500 Pfund), Bücjier (597 Pfund), Orangen (612 Pfund), Zitronen (394 Pfund), Sesam (487 Pfund), Olivenöl (444 Pfund), Honig (120 Pfund), Fruchtsaft (12 Pfund), Bekleidung (172 Pfund). Trotzdem in Tabak und Wein die Einfuhr Palästinas von Jahr zu Jahr stieg, bedeutet sie in diesen Artikeln noch wenig in der Gesamteinfuhr Polens. Wein wird jährlich um 20.000 Pfund eingeführt, außerdem Kognaks, Liköre