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Palästina · 1932-10-01 · Heft 10-11 (Oktober 1932) · p. Seite 340

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
15 (1932)
Issue
Heft 10-11 (Oktober 1932)
Article
Beth Chanan
Date
1932-10-01
Page
Seite 340 (sequence 3)
Language
German
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Die Größe der Siedlung ist im Enjdplan mit 80 Familien vorgesehen, doch wurde vorläufig erst die Hälfte, 40 Familien angesiedelt. Die Siedler-Einwanderer aus Bulgarien — Sephardim — wurden hauptsächlich aus Chaluzim-Elementen zusammengesetzt. Die meisten hatten bereits fünf bis sieben Jahre im Lande gearbeitet, zumeist in den Pflanzungskolonien, und eine sehr gute Vorbildung in allen Wirtschaftszweigen erhalten, vor allem in {der Ora.ngenkultur. Nur einzelne hatten eine kürz>ere Arbeitszeit hinter sich oder kamen direkt aus Bulgarien zur Siedlung, nachdem sie eine längere Hachscharah im Ausland durchgemacht hatten. Sie brachten ihre Ersparnisse mit und legten sie in der Wirtschaft an. Entsprechend den Bedingungen der Kolonisationsabteilung mußten sie das Geld von vornherein anlegen und erst nachher sollte die Abteilung mit der Auszahlung des von ihr zugesagten Budgets beginnen. Die Siedler haben ihre Verpflichtung eingehalten und jeder ungefähr 300 pal. Pfund angelegt. Allerdings haben sie einen Teil der Gelder, der ihnen gefehlt hat, als Anleihe von dem bulgarischen Zionisten erhalten. Von den 12.000 pal. Pfund, die die Siedler aufbringen sollten, hatten sie selbst 8.000 pal. Pfund, und die fehlenden 4.000 pal. Pfund bekamen sie, wie erwähnt, als Anleihe aus einem bulgarischen Fonds, der im Zusammenhang mit dem Keren Hajessod aufgebracht wurde. Die Vorbereitungsarbeiten zur Siedlung begannen im Jahre 1929 mit der Anklage einer Baumschule für den zukünftigen Pardess. Im Sommer 1929 wurde die Tiefackerung durchgeführt und der Bruamen gebohrt. Diese Arbeiten wurden von einigen Mitgliedern des zukünftigen Moschaw ausgeführt. Im März 1930 wurde der Paddess gepflanzt, im Sommer wurde mit dem Häuserbau begonnen. Alle Arbeiten wurden gemeinsam und einheitlich durchgeführt. Während dieser/ Zeit wohnten die Siedler in Rischon Lezion und fuhren täglich zur Arbeit nach Beth Chanan hinaus. Im Dezember 1930 wurde die neue Siedlung bezogen. Erst nachdem die garnize Anlage fertiggestellt war, wurden nunmehr die Häuser «und Pardessim durch Verlosung an die einzelnen Siedler verteilt. Alle diese Arbeiten: Anpflanzung, Bau, Bewässerungsanlage usw., die unter der Leitung der Kolonisationsabteilung der Jewish Agency und der Aufsicht ihrer Fachleute standen, wurden von den SiekÜern gemeinsam ausgeführt und von ihnen selbst ausgezeichnet organisiert. Auf diese Weise gelang es, die einzelnen Siedler von den vielen Fehlern umd Schwierigkeiten des Anfangs zu bewahren, die zweifellos keinem erspart geblieben wären, wenn er für sich selbst getrennt gearbeitet hätte. Durch die gemeinsame Arbeit im Anfang sicherten sich die Siedler alle Vorteile der Großanlage unter Leitung von Fachleuten und erhielten so von vornherein gleiche und gesunde Bedingungen. Dadurch, daß zu Beginn des Aufbaues der Siedlung das Grundkapital in Bar zur Verfügung stand, war es möglich, die Materialien gemeinsam in größeren Quantitäten aufzukaufen und niedrigere Preise zu erzielen, sowie Verzögerungen zu verhindern. Auf diese Weise, und dank dem besonderen hingebungsvollen Interesse der Siedler, ging die Arbeit schnell und geordnet vor sich unfd die Siedlung wurde im Laufe von anderthalb Jahren fast in allen ihren Zweigen ausgebaut und auf gesunde Grundlagen gestellt, die eine normale Weiterentwiqklung sichern. Durch die Selbstarbeit der Siekller ujnjd die richtige Organisierung wurde eine ansehnliche Ersparnis an den Bauten und der Installation erreicht und die so frei gewordene Summe wird nunmehr zum Ausbau der produktiven Wirtschaftszweige, wie Geflügelzucht oder Viehhaltung, benutzt werden.

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