Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 15 (1932)
- Issue
- Heft 10-11 (Oktober 1932)
- Article
- Beth Chanan
- Date
- 1932-10-01
- Page
- Seite 339 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Pfund kosten, davon sollte der Siedler 300 pal. Pfund in Bar aois eigenen 339 Mitteln aufbringen, den Rest durch die Kolonisationsabteilung der Jewish Agency aus Keren Hajessod-Mitteln in Form einer langfristigen Anleihe erhalten, rückzahlbar in 27 Jahnen, vom Jahre 1938 angefangen, in dem die Pardessim bereits in voller Frucht sein werden. Nach dem Siedlungsplan, der von der Kolonisationsabteilung ausgearbeitet wurde,, basiert die Wirtschaft auf dem Pardess (Orangengarten) als dem Haupteinnahmezweig, der auch ihre Größe bestimmt. Daneben werden auch die anderen Wirtschaftszweige entwickelt, die den Bodenverhältnissen und der intensiven Kleinsiedlerform entsprechen, d. h. hauptsächlich Milchwirtschaft, Geflügelzucht und Gemüsebau. Diese Zweige sollen als weitere Einnahmequellen dienen, ganz besonders während der Uebergangsperiode, d. i. in den ersten fünf bis sechs Jahren, bevor die Oriangenpflanjzungen Frucht tragen. Die Wirkschaft ist auf dem Prinzip der Selbstarbeit des Siedlers und seiner Familie aufgebaut. Als Norm des Lebensunterhalts wurde der normale Standard of life einer mittleren Familie angenommen — 180 pal. Pfund jährlich (für den bloßen Unterhalt ausschließlich der Rückzahlungen). Diesen zwei Faktoren — Unterhaltsminimum und Eigenarbeit — entsprechend wurde die Größe der Fläche bestimmt, die der Siedler erhält. Diese muß einerseits die Einnahmen sichern, die für den festgelegten Lebensunterhalt genügen, andererseits darf sie nicht die Grenzen übersteigen, innerhalb derer die Siedlerfamilie die gesamte Arbeit mit eigenen Kräften zu bewältigen imstande ist. Dementsprechend wurde die Wirtschaftseinheit folgendermaßen zusammengesetzt: 10 Dunam Pardess 2 „ bewässerter Boden neben dem Pardess 3 „ für Haus, Hof, Garten und Gemüse 2 „ schwerer Boden für Futterbau im „Sumpf" zusammen 17 Dunam. An Inventar bekommt jeder Siedler: Totes Inventar: Ein Wohnhaus (bestehend aus drei Zimmern, Küche und. Terrasse wird der Siedler im Laufe der Zeit aus eigenen Mitteln zubauen), Geflügelhaus, Speicher, Umzäunung, Arbeitsgeräte. Lebendes Inventar: Eine Kuh (mit mittlerer Milchergiebigkeit, die den Eigenbedarf decken soll und eventuell auch einen kleinen Ueberschuß für den Markt liefern kann), Geflügel. Das Gesamtbudget für eine Familie beträgt: Pardess - Anlage von 10 Dunam (im Laufe von 5 Jahren) 482.330 pal. Pf, Gemüsegarten, Ameliorierung von 3 Dunam Boden 37.500 „ „ 519.830 pal. Pf. Gebäude: Wohnhaus.......125.— pal. Pf. Geflügelhaus und Speicher 50.— „ „ Umzäunung, Bauleitung . . 31.700 „ „ 206.700 pal. Pf. Lebendes Inventar............. 20.000 „ „ Geräte, Saatgut, Verschiedenes...... 25.000 „ „ Betriebskapital.............. 58.750 „ Zusammen....... 830.280 pal. Pf.