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Palästina · 1932-10-01 · Heft 10-11 (Oktober 1932) · p. Seite 337

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Journal
Palästina
Volume
15 (1932)
Issue
Heft 10-11 (Oktober 1932)
Article
Langfristiger Bankkredit für Palästina
Date
1932-10-01
Page
Seite 337 (sequence 4)
Language
German
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nisationen überwachen und ermuntern. Man kann, mit Gewißheit annehmen, daß keine westliche Regierung diese Gruppe von Problemen mehr ignoriert hat, als die palästinensische Regierung. Es wäre tingerecht, in diesem Zusammenhang nicht auf die Tatsache hinzuweisen, daß die Banken den Ajnforjderungen des letzten Zeitabschnittes sehr? gut standgehalten haben. Sie scheinen verhältnismäßig gesund zu sein, noch mehr, die Regierung hat sich njicht gezwungen gesehen, Einfluß auf die Kurse zu nehmen, wie dies in Südamerika und Eujropa so sehr üblich geworden ist. Die normale Kapitalsbewegung, sowie die der Güter, blieben ungestört. Eine Untersuchung in einer weiter unten vorzuschlagenden Weise könnte daher ohne irgendwelche Beunruhigung hervorzurufen, durchgeführt werden. Das Thema einer Untersuchung. In den Erörterungen der Bankfrage in Palästina wird die Bedeutung des Apparates überschätzt. Die Naturschätze des Landes, seine Bedeutung für die Judenheit der ganzen Welt, die Geschultheit der Arbeiter, die Eignung, Erfindungsgabe und Anpassungsfähigkeit des Unternehmertums, das verfügbare Kapital, das sind grundlegende Faktoren und ein guter Bankapparat bietet keinen Ersatz dafür. Ein weiterer Fehler, wäre unbeachtet zu lassen, daß der beste Apparat schlecht und ein schlechter gut benützt werden kann. Mit anderen Worten: eine gesunde Bankpolitik wäre ein wesentliches Erfordernis. Erfreut sich Palästina eines gesunden Bank- und Währungssystems und ist die Politik, die es lenkt, -eine gesunde? Die Zeit scheint gekommen), um durch einen unabhängigen Fachmann eine genaue Untersuchung des palästinensischen Bankwesens vornehmen zu lassen). Der Experte müßte über Finanzwesen, kurz- und langfristige Darlehen orientiert sein> sowie auch die Währungsverhältnisse und deren enge Beziehungen einzuschätzen wissen und sie als ein Werkzeug für die fortschreitende Entwicklung einer planmäßigen Wirtschaft ansehen. Das Kolonialamt könnte nichts besseres tun, als einen Mann von der Art Sir Basil Blanokett's, einem Direktor der Bank von England und fortschrittlich gesinnten Geschäftsmann, zu berufen, um über diese Materie zu berichten. Das Finanzsystem Palästinas ist mit einem Auto zu vergleichen, dessen Benzinzufuhr gehindert ist, dessen Oelzufuhr zu knapp ist, aber dessen Geschwindigkeitsregler richtig funktioniert. Eine genaue Ueberwachung und Abstimmung der Maschine ist erforderlich. Fassen wir die Probleme zusammen, die einer weiteren Untersuchung erfordern: (Der Verfasser nimmt hier Bezug auf früher erschienene Artikel, deren Hauptgesichtspunkte wir in Nr. 5/7, S. 220, wiedergegeben haben. — Anm. d. Red.): 1. Währung. Hat die Regierung eine jährliche Einnahme von 100.000 Pfund aus dem Geldumlauf? Sind die Sicherheiten, die den Geldumlauf decken, in vorsichtiger und kluger Weise verteilt? 2. Kurzfristige Zwisc.henkredite. Sind genügende Krediterleichterungen zur Verfügung? Soll der Geldverleiher und seine Tätigkeit abgeschafft werden oder kann er bestehen bleiben? (Diese Frage bezieht sich auf den in Palästina sehr veri-

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