Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 15 (1932)
- Issue
- Heft 10-11 (Oktober 1932)
- Article
- Langfristiger Bankkredit für Palästina
- Date
- 1932-10-01
- Page
- Seite 338 (sequence 5)
- Language
- German
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breiteten Usus, daß private Geldbesitzer Kredite für Hausbau, Unternehmungen usw. direkt an den Schuldner gewähren. Der spezielle Fall des Wuchers durch Effendis und städtische arabische Kreise an den Fellachen ist natürlich inj höchsten Grade reformbedürftig. — Anm. d. Red.) Kann die Zusammenarbeit der Banken ausgddejhnt werden? Kann die Bereitstellungsmöglichkeit für kurzfristigen Kredit vergrößert werden: a) Durch Schaffung von besonderen Schatznoten? b) Durch vermehrte Inanspruchnahme der in England gewährten Erleichterungen für Export? Kann eine größere Einheitlichkeit des Bankwesens erreicht werden? Ist eine Zentralbank wünschenswert? 3. Langfristige Anlage. Wie ist das Kapital vom Ausland zu erhalten? Können die Banken einen größeren Teil ihrjer Einlagen für langfristige Kredite verwenden? Soll die Regierung sicjh an den Kapitalmarkt wenden oder für gewisse Unternehmungen garantieren? Soll sie vom Colonial Development Fonds Gebrauch machen? Soll ein Syndikat der Banken einen Injvestment-Trust schaffen? Soll die Anglo Palestine Bank allein mit Hilfe anderetr jüdischer Instituten einen solchen Trust schaffen? Soll sie eine Hypothekenbank gründen? Wer sollte die Initiative zur Errichtung einer Baugesellschaft ergreifen? Entspricht die gesetzliche Grundlage der Bankmethoden den modernen Ei>- fordernissen? Was für jährliche Berichte sollen von den großen und kleinen Finanzinstituten verlangt werden? Die Informationen, die Tatsachen und Ideen, die durch eine solche Untersuchung gesammelt werden würden, könlnten bei der Planung für eine geregelte Entwicklung des Landes viel helfen. (»The New Judea" Nr. 8.) ßetll Chaiiail. Von A. Krampner, Jerusalem. (Ein neuer Siedlungstypus.) Vorb. d. Red. Wir bringen eine ausführlichere Schilderung dieser Siedlung, weil bei ihrer Anlage die Erfahrungen der zionistischen Organisation auf kolonisatorischem Gebiet zum Aufbau eines gesunden und vorbildlichen Typus von Kleinsiedlungen geführt hat, wie er auch in den jetzt zu errichtenden zahlreichen Ansiedlungen auf dem Boden von Wadi Chawareth eingehalten werden wird. Die Siedlung Beth Chanan in der Nähe von Ness Zionah wurde vor zwei Jahren nach dem Prinzip der „Lanjdsmannschaftlichen Siedlung" auf Initiative der bulgarischen Zionisten geschaffen, die dem Keren Kajemeth die Mittel zum Anjkauf von Boden für eine Siedlung bulgarischer Jujden zur Verfügung stellten. Nach dem Wirtschaftsplan sollte die Ansiedlung jeder Familie 830 pal.