Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 15 (1932)
- Issue
- Heft 10-11 (Oktober 1932)
- Article
- Jüdische und nichtjüdische Erziehung in Palästina im Jahre 1931
- Date
- 1932-10-01
- Page
- Seite 330 (sequence 5)
- Language
- German
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330 Schulgattung Schulen Lehrer Schüler % der 1930 1931 1930 1931 1930 1931 Schüler 1931 Regierung .... 310 308 760 744 22.956 24.288 29.6 Christlich .... 149 181 | 1.021 1.091 14.918 17.080 20.8 Mohammedanisch 94 137 237 271 5.644 7.319 8.8 Nichtjüdisch . . 553 626 2.018 2.106 43.518 48.687 59.2 Jüdisch , . . 323 377 1.451 1.663 30.942 33.527 40.8 Insgesammt . . . 876 1.003 3.469 3.769 74.460 82.214 100.0 Im ganzen Lande ist also eine steigende Entwicklung festzustellen: die Zahl der Schüler hat sich um beinahe 8.000 vermehrt, und zwar in den Regierungsschulen ....... um 1.332 Schüler Christlichen Schulen......„ 2.167 „ Mohammedanischen Schulen . . . „ 1.675 „ Jüdischen Schulen ........ 2.585 „ Insgesamt.........um 7.754 Schüler. Auch hier behauptet die Regierung wieder siegreich den letzten Platz, während die Zunahme bei den mohammedanischen Privatschulen aul den oben gekennzeichneten Bildungswillen schließen läßt. Mit Stolz können wir feststellen, daß die Juden auch hier wieder an der Spitze marschieren, trotz der auch in dem Regierungsbericht gewürdigten schwierigen finanziellen Lage des Keren Hajessod, die zu einem viermonatigen Rückstand in der Zahlung der Lehrergehälter und daraufhin zu einem Lehrerstreik von fünf Tagen führte. Von den 377 existierenden jüdischen Schulen unterstehen nur 260 mit rund 22.000 Schülern (66 Prozent aller jüdischen Schüler) der Jewish Agency. Das zionistische Erziehungsbudget betrug 129.000 Pfund, wovon der Keren Hajessod 74.000, die Regierung 19.200, die PICA 5.600 und der Jishuv 30.000 Pfund (4.000 Pfund mehr als im Vorjahre!) beisteuerten. Wie überall sonst, zeigt sich also auch hier, daß die schwächer werdende Hilfe vom Ausland den Jishuv gelehrt hat, sich mehr auf die eigenen Füße zu stellen. Die Regierung bemerkt djazu in ihrem Bericht: „Verschiedene Vorschläge für die Verbesserung des Verwaltungsapparates des jüdischen Schulwesens wurden auf dem Zionistenkongreß und den Sitzungen des Administrative Committee der Jewish Agency diskutiert, ohne daß allerdings endgültige Entscheidungen getroffen worden wären. Die Beschlüsse dieser obersten Instanzen der Jewish Agency in Bezug auf die zukünftige Organisation des jüdischen Schulwesens zeigen eine ausgesprochene Tendenz zur