Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 15 (1932)
- Issue
- Heft 5-7 (Mai 1932)
- Article
- Die Entwicklungstendenzen der palästinensischen Landwirtschaft
- Date
- 1932-05-01
- Page
- Seite 153 (sequence 13)
- Language
- German
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auf 220 Liter in 1928, 4285 in 1929, 13.873 in 1930. Biscuit von' Null in 1927 auf 2 Tonnen in 1928, 19 Tonen in 1929, 29 Tonnen in 1930. Auf die Entwicklung eines neuen aussichtsreichen Zweiges der palästinensischen Wirtschaft weist die Verminderung der Einfuhr von Leinsamen hin. Der Import davon fiel von 304 Tonnen im Jahre 1928 auf 195 Tonnen im Jahre 1929 und 103 Tonnen im Jahre 1932. Dabei steigert sich der Verbrauch an Leinsamen in dieser Periode beträchtlich. Der Leinsamen wird direkt von den Anbauern durch die Fabrik „Shemen" in Haifa aufgekauft und dort verarbeitet. Die Sorte von Leinsamen, die in Palästina gezüchtet wird, gehört zu den besten im Vergleich mit allen Sorten, die auf europäischen Märkten angeboten werden. Es wäre noch der Fall im Import von verschiedenen Oelen von 176 Tonnen im Jahre 1928 auf 51 Tonnen im Jahre 1930 zu erwähnen. Die Entwicklung des Gemüseanbaues ist schon heute von Exportmöglichkeiten abhängig. Der gesamte Import von Gemüse, ausschließlich Kartoffel, Zwiebel und Knoblauch, beläuft sich in Palästina auf ungefähr 5000 Pfund, d. h. eine ganz unbedeutende Summe. Dabei ist die Belieferung des Landesmarktes durch im Lande produzierten Gemüse auf einer befriedigenden kommerziellen Basis aufgebaut und es bestehen in diesen Produkt keine zwei getrennten Märkte (arabischer und jüdischer) wie es bei Milchprodukten teilweise der Fall ist. Die Konkurrenz ist durch Qualität, höhere Produktivität und hauptsächlich durch Züchtung von Frühgemüse ermöglicht. In der Vollsaison ist das durch jüdische Wirtschaften produzierte Gemüse vom Markte durch arabische Konkurrenz so gut wie ausgeschaltet, da es sonst weit unter der Produktionskosten verkauft werden müßte. Der innere l^Iarkt kann durch Verdrängung ausländischen Imports nur wenig erweitert werden, und der weitere Aufstieg dieses Zweiges hängt von der Steigerung des Verbrauches im Lande und von Exportmöglichkeiten ab. Der Export von Gemüse ist jedoch wie die Summe der Ausfuhr von 4400 Pfund im Jahre 1930 beweist, im experimentellen Stadium. Bedeutende Möglichkeiten einer Produktion für den inneren Markt bestehen noch im Anbau von Kartoffeln, Zwiebel und Knoblauch. Der Bericht des Landwirtschaftsdepartments für 1930 der Regierung schreibt darüber: