Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 15 (1932)
- Issue
- Heft 5-7 (Mai 1932)
- Article
- Die Entwicklungstendenzen der palästinensischen Landwirtschaft
- Date
- 1932-05-01
- Page
- Seite 152 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2379786-2379900-2379904-2395253--13504-2395518- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
152 überwiegende Mehrheit von der an Zahl 16.9 Prozent ausmachenden jüdischen Bevölkerung im Lande konsumiert werden. Nach der letzten Volkszählung jedoch ist die jüdische Bevölkerung seit dem Jahre 1922 von 11.1 auf 16.9 Prozent der Gesamtbevölkerung gestiegen. Um also die wirkliche Produktionsneigung einigermaßen einzuschätzen, müßte nicht nur das Fallen der Importzahlen, sondern auch das gleichzeitige Wachstum der Bevölkerungszahl, die Steigegerung des prozentuellen Anteils des konsumkräftigen Teiles dieser Bevölkerung und die eventuelle Erhöhung des Lebensstandards in Betracht gezogen werden. Das Gesagte bezieht sich auch auf den Rückgang des Imports von Kondensmilch, die dank der Entwicklung der heimischen Milchindustrie vom Jahre 1926 bis zum Jahre 1930 von 310 Tonnen per Jahr fast auf die Hälfte, nämlich auf 162 Tonnen, jährlich fiel. Wenn aber in einer Reihe von Produkten die Einfuhr seit 1922 stationär blieb, ist auch dies ein Zeichen der steigenden Produktion, wenn die Tatsache in Betracht gezogen wird, daß die Bevölkerung des Landes um 36.7 Prozent und der jüdische, d. h. konsumkräftigere von 11.1 auf 16.9 Prozent gewachsen ist. Diese Tendenz kommt auch in einer Reihe anderer Zweige landwirtschaftlicher Produktion zur Geltung. Der Bericht des Landwirtschaftsdepartments der Regierung legt Zeugnis für die ständige Entwicklung einiger Zweige landwirtschaftlicher Produktion ab. Der Fortschritt der Obstzucht (außer Zitrusfrüchte und Weintrauben) wird durch folgende Zahlen der Jahresproduktion bewiesen: 2762 Tonnen im Jahre 1921, 3268 in 1922, 3323 in 1923, 3734 in 1924, 3321 in 1925, 3905 in 1926, 4138 in 1927, 6187 in 1928, 7163 in 1929, 7520 in 1930. Der Export der Bananen stieg von Null in den Jahren 1927 bis 1929 auf 273 Tonnen im Jahre 1930. Die Ausfuhr von Gemüse zeigt nur bei den Eierfrüchten eine permanent aufsteigende Linie, nämlich: 53 Tonnen im Jahre 1927, 117 in 1928, 224 in 1929 und 229 in 1930. Eine allgemeine Steigerung weisen einige Sorten der landwirtschaftlich bearbeiteten Produkte auf: So stieg in den Jahren 1927 bis 1930 der Export marinierter Oliven von 9 Tonnen im Jahre 1927 auf 15 im 1928, 36 in 1929, 127 in 1930. Der Export von Honig von 8 Tonnen im Jahre 1927 auf 16 in 1928, 22 in 1929, 21 in 1930. Alkohol von Null in 1927