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Palästina · 1932-05-01 · Heft 5-7 (Mai 1932) · p. Seite 147

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
15 (1932)
Issue
Heft 5-7 (Mai 1932)
Article
Die Entwicklungstendenzen der palästinensischen Landwirtschaft
Date
1932-05-01
Page
Seite 147 (sequence 7)
Language
German
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per Dunam, der Durchschnittsertrag einer Fellachenwirtschaft 50 kg per Dunam. Demgemäß stellen sich die Produktionskosten (nach Angaben des Merkas Hachaklei) per Tonne Weizen in den jüdischen Wirtschaften durchschnittlich auf 6.615 Pfund und die Zahl der Arbeitstage auf 8.3. Die Produktionskosten per Tonne Weizen würden sich in einer Fellachenwirtschaft auf ungefähr 4 Pfund stellen, die Zahl der Arbeitstage jedoch auf ungefähr 50. Diese Zahlen haben sich sicherlich seit der Veröffentlichung des Berichtes des Merkas Hachaklai durch Einführung des Mähdreschers weiters in derselben Richtung geändert. Die Produktionskosten (außer Arbeit) sind sicherlich durch Anwendung der Maschinen weiter gestiegen, die Zahl der Arbeitstage pro Dunam und Tonnen Weizen gefallen. (Einige schon verfügbare Bilanzen zeigen eine weitere Verminderung der Zahl der Arbeitstage pro Dunam.) Die gesteigerten Produktionskosten der modernen jüdischen Wirtschaft haben einen doppelten Effekt: a) Steigerung des Ertrages pro Dunam; b) Verminderung der Zahl der Arbeitstage. Bei dem verhältnismäßig hohen Standard of Life des jüdischen Landwirtes ist dies der einzige Weg, sich der Rentabilität des Getreidebaues zu nähern. Jede Verminderung der Produktionskosten (exklusive Arbeit) würde eine Senkung des Ertrages oder Vergrößerung der Zahl der Arbeitstage, d. h. bei den jüdischen Lebenshaltungskosten Verminderung der Rentabilität nach sich ziehen. Die Zahlen mögen, wie gesagt, in einigen Details nicht genau oder heute überholt sein, nichtsdestoweniger deuten sie auf die allgemeine Entwicklungslinie hin. Die Folgen dieser Entwicklung sind klar: Annäherung an das Niveau der Rentabilität bei gleichzeitigem Rückgang der kolonisatorischen Bedeutung des Getreidebaues, der nur auf den verfügbaren Flächen in Palästina nur eine kleinere Anzahl von Arbeitskräften beschäftigen kann. Die Bedeutung der Mechanisierung für die Aufrechthaltung und eventuelle Steigerung des Gesamtertrages des Getreidebaues im Lande ist in dreifacher Richtung festzustellen. 1. Ohne Rentabilitätsbasis wird die Produktion durch Brachlegung größerer Flächen fallen, da ein Wirtschaftszweig nicht endlos mit Verlust weitergeführt werden kann. 2. Neue, bisher unbearbeitete Flächen (Negew) könnten nur auf

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