Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 15 (1932)
- Issue
- Heft 5-7 (Mai 1932)
- Article
- Die Entwicklungstendenzen der palästinensischen Landwirtschaft
- Date
- 1932-05-01
- Page
- Seite 148 (sequence 8)
- Language
- German
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X48 rentabler Basis unter Kultivierung gebracht werden und die Landesproduktion an Getreide steigern. 3. Die Mechanisierung hat durch rechtzeitige Ausführung der landwirtschaftlichen Saisonarbeit (besonders unter den klimatischen Bedingungen Palästinas) eine Steigerung des Ertrages per Wirtschaftseinheit zur Folge. Die Steigerung des Ertrages per Wirtschaftseinheit ist jedoch die zweite Frage von ausschlaggebender Bedeutung für den palästinensischen Getreidebau. Folgende Tabelle der Durchschnittserträge weist auf die großen Differenzen in der Ertragshöhe für verschiedene Wirtschaftskategorien in Palästina hin: Weizen Gerste Jüdische Wirtschaften 101—111 153—177 Die Landwirtschaftsschule in Beth Jamal 86 129 Fellachenfarm 57 54 Selbstverständlich werden die höheren Erträge durch rationelle Wirtschaftsmethoden auf chemisch-biologischer Basis erreicht (rationelle Saatfolge, Saatauswahl, Düngung usw.). Die Einfuhr von künstlichem Dünger stieg in Palästina von 1077 Tonnen im Jahre auf 6120 im Jahre 1930. Diese relativ immense Steigerung deutet jedoch keinesfalls auf die allgemeine Entwicklung der Landwirtschaft hin, da sie hauptsächlich mit der Erweiterung der Pflanzungsfläche im Zusammenhang stehen dürfte. Wilkanski stellt in diesem Zusammenhang drei Richtungen fest, in denen die Reform der primitiven Landwirtschaft vor sich gehen kann (und in jüdischen Wirtschaf ten in gewissem Maße erreicht wurde): 1. Die Steigerung der Fruchtbarkeit des Bodens; 2. Steigerung der Erträge; 3. Variation der Wirtschaftszweige. Er glaubt, daß „die Erträge des Fellachen ohne große Manipulation einfach durch sorgfältige Vorbereitung der Saatfolge, Gebrauch von Dünger und Saatauswahl gesteigert werden können.'4 Fritz Baade stellt in seinem Artikel: „Der Kampf um den Weltgetreidemarkt" fest, daß die Produktionskosten von einem Bushel Weizen, der in Amerika auf der Basis der höchsten Mechanisierung produziert wird, auf ungefähr 60 cents geschätzt wird (90 Mark per Tonne). Zugleich gibt Baade folgende Kalkulation für Verwendung von Kunstdünger an: ,,Man kann annehmen, daß auf einem Acker, dem alle übrigen Produktionsfaktoren zugeführt werden: Bodenbearbeitung, normale Pflanzenpflege usw., durch den Zusatz von künstlicher Düngung der Korn ertrag durch einen Doppelzentner