Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 15 (1932)
- Issue
- Heft 5-7 (Mai 1932)
- Article
- Die Entwicklungstendenzen der palästinensischen Landwirtschaft
- Date
- 1932-05-01
- Page
- Seite 143 (sequence 3)
- Language
- German
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Die Preisgestaltung des Weizens in diesen Jahren war die J4»3 folgende: Jahr Pfund per Tonne 1924— 1925 15.815 1925— 1926 14.513 1926— 1927 13.374 1927— 1928 10.740 1928— 1929 13.700 1929 8.873 1930 7.500 Anfang 1931 6.000 Diese Zahlen bestimmen den durchschnittlichen Wert des Weizenertrages in Palästina. Die Fluktuation im Werte des Gesamtproduktes hängen von der Preisgestaltung auf dem Weltmarkte ah. Wir müssen also Minimum und Maximumwerte anführen, zwischen denen eine sehr große Spanne besteht. Das Minimum stellt sich somit auf 600.000 Pfund und das Maximum auf ungefähr 1,600.000 Pfund. Dieser Weizenertrag wird aus einer Fläche von 1,700.000 Dunam herausgewirtschaftet. Demgegenüber wird auf einer Fläche von bloß 30.000 Dunam ein Produkt wie Orangen im Werte von 1,500.000 Pfund erzeugt. Im Jahre 1921 wies hiermit der absolute Wert der beiden Produkte einen Ueberschuß zugunsten des Weizens auf (der damals viel teurer war, während die Preise der Orangen verhältnismäßig niedrig waren). Allerdings bestand auch damals der gewaltige Unterschied in der Fläche, die in diesen beiden Fällen bewirtschaftet wurde: 1,700.000 Dunam (Weizen) gegenüber 30.000 Dunam (Orangen). Die Dynamik der Entwicklung ändert jedoch dieses Bild vollständig. Die Weizenpreise fielen erheblich, und was wichtiger ist, die mit Zitrus bepflanzte Fläche erweiterte sich im rapiden Tempo auf das Vierfache. Somit wird der Wert der Orangenproduktion im Lande in den nächsten Jahren die Summe von 6,000.000 Pfund von einer Fläche von 120.000 Dunam erreichen, während die Produktion der 1,700.000 Dunam Weizenbau stationär bleibt und einen Wert von weniger als 1,000.000 Pfund besitzt. Der entscheidende Gesichtspunkt ist nicht der der Selbstversorgung, sondern jener der Rentabilität. Objektive wirtschaftliche Faktoren wirken sich hier unabhängig von unseren Willen aus. Jedoch die Tatsache, daß die Nahrungsmittel, die in Palästina erzeugt werden könnten, eine erhebliche, wenn auch