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Palästina · 1932-03-01 · Heft 3-4 (März 1932) · p. Seite 97

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Journal
Palästina
Volume
15 (1932)
Issue
Heft 3-4 (März 1932)
Article
Die arbeitende jüdische Frau in Palästina
Date
1932-03-01
Page
Seite 97 (sequence 5)
Language
German
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Lohne. Löhne werden wie üblich nach drei Systemen gezahlt: Tageslohn (den durchschnittlichen Tageslohn bei Akkordarbeit inbegriffen), Monatsgehalt ohne -Verpflegung, Monatsgehalt mit Verpflegung (manchmal auch mit Wohnung). Der Tageslohn wird hauptsächlich den Arbeitern und Arbeiterinnen in Landwirtschaft, Baugewerbe, öffentliche Arbeiten und einem Teil der Industrie und Transportarbeiter gezahlt; Monatsgehalt ohne Verpflegung erhalten Beamte, die im Sanitätsdienst uiid Schulwesen Angestellten und ein Teil der Arbeiter in Landwirtschaft, Transport und Industrie; Monatsgehalt mit Ver* pflegung die im Dienstgewierbe Angestellten und ein kleiner Teil der landwirtschaftlichen Arbeiter (hauptsächlich in Galiläa). Wir bringen die folgenden Zahlen: a) Vergleich der Tageslöhne der Arbeiterinnen in den Städten in den Jahrien 1922, 1926, 1929 und in den Kolonien in den Jahren 1922, 1926, 1930; b) die Verteilung des Tageslohnes im Jahre 1930 in der Stadt und Kolonie; c) die Arbeitslöhne im Jahre 1930, die für einige Arbeitszweige charakteristisch sind, in denen viele Arbeiterinnen beschäftigt sind. (Leider ist es unmöglich, dem Vergleich der Löhne in den Städten a) die Resultaten des Zensus im Jahre 1930 hinzuzufügen, da das Material über die Löhne, das vom Statistischen Departement der Jewish Agency bearbeitet wurde *iac»h einer anderen Methode als in den früheren Zählungen angeordnet ist, so daß kein richtiger Vergleich möglich wäre. Demgegenüber ist ein solcher Vergleich in den Kolonien möglich. (Dieses Material wurde von der Statistischen Abteilung der Allgemeinen Arbeiterorganisation bearbeitet und die Tabellen wurden den früheren Zählungen angepaßt.) a) Wir finden, wenn wir die Löhne in der Stadt in zwei Hauptkategorien (bis 150 Müs täglich und über 150 Müs täglich) einteilen, daß im Jahre 1922, 34o/o aller Arbeiterinnen 150 Müs täglich, oder weniger erhielten. Im Jahre 1926 stieg der Prozentsatz der Arbeiterinnen dieser Kategorie bis auf 57,0 0/0, im Jahre 1928 auf 76,00/0 und verblieb auf diesem Niveau auqa im Jahre 1929; d. h., daß der Tagesldhn der Arbeiterin in deir Stadt in den Jahren 1922 bis 1929 fast um 50o/0 gefallen ist. Es fiel zwar in dieser Zeit auch der Lohn1 der gesamten Arbeiterschaft jedoch nicht in dem Maße. Demgegenüber müssen bei der Feststellung der Ursachen dieses Fallens folgende Umstände in Betracht gezogen werden; der Fall im Index der Lebenskosten, das Ausscheiden des Baugewerbes, das im allgemeinen bessere Löhne zahlt, die Absorption |der Mehrheit der neuen Arbeiterinnen in der leichten Industrie, die auch den Arbeitern niedrige Löhne zahlt und der große Prozentsatz der jugendlichen Mädchen unter den Arbeiterinnein, der den Prozentsatz der jugendlichen Arbeiter weit übersteigt. In der Kolonie können wir eine entgegengesetzte Entwicklung beobachten. Vom Jahre 1922 bis zum Jahre 1926 fiel auch hier der Durchschnittslohn in beträchtlichem Maße, d. h. um ungefähr 25 0/0. Jedoch im Laufe der vier folgenden Jahre (1926—1930) ist eine starke positive Aenderung im Niveau der Arbeitslöhne der Arbeiterinnen in den Kolonien zu verzeichnen. Während im Jahre 1926 bis 75 0/0 der Arbeiterinnen 150 Müs täglich oder weniger verdienten, gehören zu dieser Lohnkategorie jetzt nur 28 0/0 der Arbeiterinnen. Demgegenüber hat sich die Zahl der Arbeiterinnen, die 160 bis 200 Müs erhalten, verdreifacht (von 20,10/0 auf 55,2o/0). Der Prozentsatz der

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