Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 15 (1932)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1932)
- Article
- Die arbeitende jüdische Frau in Palästina
- Date
- 1932-03-01
- Page
- Seite 95 (sequence 3)
- Language
- German
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- Haifa 1× ep/1047930
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Städten Tel-Aviv—Jaffa die erste Stelle ein, wo sich 43 o/o aller Arbeiter^ innen in den Städten konzentrieren (im Jahre 1926 44o/o). An zweiter Stelle» steht Jerusalem mit 40 o/o aller Arbeiterinnen in den Städten — gegenüber/ 29o/o im Jahre 1926; diese Steigerung der Zahl der Arbeiterinnen ist hauptsächlich der Zunahme der in den Privathäusern beschäftigten Arbeiterinnen zuzuschreiben. Haifa folgt mit 13 0/0 (23 0/0 im Jahre 1926) und alle anderen Städte mit insgesamt 40/0 (wie im Jahre 1926) aller in den Städten beschäftigten Arbeiterinnen. Eine wichtige Aenderung ist in der Verteilung der Arbeiterinnen in den; Pflanzungskolonien zu bemerken. Die schnelle Entwicklung der Pflanzungskolonien im Süden und in Scharon einerseits, die andauernde Stagnation auf 'dem Gebiete der nationalen Kolonisation andererseits, und eine gesteigerte Absorption der Arbeiterinnen in den Arbeiter-gruppen (Kibbuzim) in den Kolonien hatten eine absolute und relative Steigerung der Zahl der Arbeiterinnen von 43o/o auf 50o/o) in den Kolonien und eine relative Abnahme in den Arbeitersiedlungen (von 57o/o auf 50o/o) in den Jahren 1926—1930 zur Folge. Eine ähnliche Erscheinung kann auch bei den Arbeitern festgestellt werden; in den Kolonien sind jetzt 760/0 aller Landarbeiter im Vergleich zu 67 0/0 im Jahre 1926 konzentriert. Die Verteilung nach Berufen: Die berufliche Verteilung der im ganzen Lande beschäftigten Arbeiterinnen ist die folgende: an erster Stelle stehen die in der privaten und nationalert Landwirtschaft beschäftigten Arbeiterinnen, deren Zahl sich auf 2347 (die Arbeiterinnen in den Arbeiterwirtschaften inbegriffen), d. h. auf 32,5 0/0 aller* Arbeiterinnen stellt. Die ihrer Zahl nach nächste Kategorie bilden die in der Hausarbeit beschäftigten Arbeiterinnen: 1722 oder 240/0, weiter folgen die Industriearbeiterinnen mit 1107 oder 15 0/0, die im Sanitätsdienst, Schulwesen und im Kunstgewerbe Beschäftigten 788 oder 11%., die Beamtinnen 580 oder 80/0, die in verschiedenen Berufen Beschäftigten 346 oder 5 0/0, in Restaurants und Hotels 338 oder 4,5 0/0, im Baugewerbe und öffentlichen Arbeiten 29 oder 05o/0) im Transportwesen 4 (0o/0). Aus dieser allgemeinen Uebersicht für das ganz© Lanrd ist zu schließen, daß die Arbeiterinnen im Lande sich hauptsächlich auf zwei Berufsgruppen verteilen, die zahlenmäßig fast gleich sind: 1. Die grundlegenden Produktionszweige der jüdischen Wirtschaft: Landwirtschaft, Industrie, Baugewerbe; 2. die freien Berufe und Angestelltenkategorien — in Bureaus, Restaurants, Hotels^ Privathäusern, Sanitätsdienst, Schulwesen usw. Das Bild wird jedoch richtiger und kommt der Wahrheit näher, wenn wir die Städte und Kolonien besonders betrachten. Die Verteilung der Arbeiterinnen nach Produktionszweigen werden wir nicht nur vom Standpunkt der bestehenden Lage, sondern im Lichte der im Laufe der letzten vier Jahre eingetretenen Aenderungen beobachten. Zu diesem Zwecke werdeil wir alle Arbeiterinnen prozentuell in sechs Berufsgruppen einteilen und die Zahlen für das Jahr 1930 mit denen im Jafojre 1926 vergleichen. Es sind die folgenden sechs Kategorien: a) Landwirtschaft; b)Industrie; c) Transport; d) Baugewerbe und öffentliche Arbeiten; e) Beamtenschaft, Sanitätsdienst und Schulwesen; f) Angestellte in