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Palästina · 1932-03-01 · Heft 3-4 (März 1932) · p. Seite 94

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Journal
Palästina
Volume
15 (1932)
Issue
Heft 3-4 (März 1932)
Article
Die arbeitende jüdische Frau in Palästina
Date
1932-03-01
Page
Seite 94 (sequence 2)
Language
German
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Im Laufe der letzten acht Jahre hat die Arbeiterschaft im Lande ihre Zahl verdoppelt. Jedoch im Rahmen dieses allgemeinen Wachstums ist die Zahl der Arbeiter um 78 o/o und der Arbeiterinnen um 207 o/o gestiegen. Die geographische Verteilung wejst darauf hin, daß die Entwicklung in den verschiedenen Sektoren nicht gleichmäßig vor sich ging. Wenn wir die Zahl im Jahre 1922 in den verschiedenen Arbeitsplätzen als 100 bezeichnen, werden wir im Jahre 1930 die folgenden Zahlen erhalten: Männer Frauen Zusammen In den Städten 143,0 271,0 163,0 In den Kolonien 326,0 658,0 360,0 In den Kvutzot (kollektiven Arbeitersiedlungen) 174,0 270,0 205,0 In den Moschavim (individuellen Arbeitersiedlungen) 216,0 275,0 237,0 Gesamtindex n. d. Beschäftigungszahlen in den einzelnen Kategorien 178,0 307,0 199,0 Die allgemeine Zusammenstellung zeigt, daß die KoHotoien in dieser Hinsicht die rascheste Entwicklung aufweisen. Den Kolonien folgen die Arbeitersiedlungen und zuletzt die Stadt. Die Verteilung nach Geschlecht zeigt, daß die relative Zahl der Frauen überall, mit Ausnahme der Arbeitersiedlungen, in; doppelt so großem Verhältnis stieg, wie die Zahl der Männer. In den Siedlungen war die Differenz zugunsten der Frauen kleiner, obzwar sie auch dort recht beträchtlich bleibt. Die hier angeführten Angaben beziehen sich, wie gesagt, auf die allgemeine Zahl der Arbeiter, die Arbeitslosen inbegriffen. Jetzt wollen wir die Aenderungen bei den beschäftigten Arbeitern einer Analyse unterziehen. Diese Analyse ist unbedingt notwendig, besonders nachdem imv Laufe dieser letzten acht Jahre das Land von einer schweren, in Palästina noch nicht dagewesenen wirtschaftlichen Krise (1926—1928) heimgesucht wurde, die von einer Massenarbeitslosigkeit begleitet war. Um dj>e Aenderungen in der jüdischen Wirtschaft und ihre Wirkung auf die Zusammensetzung undj Lage der Arbeiterinnen, auf ihre Arbeitsbedingungen usw. zu beobachten, ist es geboten, die Zahl der Arbeitslosen einerseits und die der beschäftigten Arbeiterinnen andererseits besonders zu analysieren. (Die Ergebnisse desj Zensus im Jahre 1922 müssen in diesem Falle außer Betracht gelassen werden, da der Zensus nach einem System durchgeführt wurde, das die Unterscheidung zwischen beschäftigten und arbeitslosen Arbeitern nicht ermöglicht). Unter den beschäftigten Arbeitern ist in erster Reihe eine wichtige Aenderung* in der relativen geographischen Verteilung der Arbeiterinnen auffallend: Während im Jahr 1926 sich die Zahlen genau im Verhältnis von 50:50 auf Stadt und Dorf verteilen, konzentrierten sich gemäß dem letzten Zensus 61 o/o aller Arbeiterinnen in der Stadt und 39 o/o auf dem Lande. Unter den Arbeitern ging die Entwicklung in entgegengesetzter Richtung vor sich: sie bilden jetzt in der Stadt 59o/o gegenüber 66io/0 im Jahne 1926, tauf dem Lande» 41 o/o gegenüber 34 o/o im Jahre 1926. Absolut ist die Zahl der Arbeiterinnen sowohl in der Stadt als auf dem Lande gestiegen. Relativ nimmt unter den

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