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Palästina · 1932-03-01 · Heft 3-4 (März 1932) · p. Seite 73

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Journal
Palästina
Volume
15 (1932)
Issue
Heft 3-4 (März 1932)
Article
Die Konzessionen für die Pipeline Mossul-Haifa
Date
1932-03-01
Page
Seite 73 (sequence 5)
Language
German
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gxmg ohne eine Reduzierung seines Anteiles (50%) einräumen, indem es Frankreich den ehemals deutschen Anteil an der Turkisft Petroleum Company, der bereits im Jahre 1918 enteignet worden war, übertrug. Im Hinblick auf die Rohrleitungen zum Transport des Petroleums nach dem Mittelmeer verpflichtet das Abkommen die französische Regierung der Anlage von zwei separaten Rohrleitungen und der zu ihrem Bau und ihrer Instandhaltung notwendigen Eisenbahn zuzustimmen. Ebenso erklärt sich Frankreich mit der Durchfuhr von Petroleum aus Mesopotamien oder Persien durch französisches Gebiet nach einem oder mehreren Hafenplätzen des Mittelmeeres einverstanden, ohne Abgaben oder Zölle zu erheben.6) Wenn mit dieser Regelung auch zwischen England und Frankreich eine befriedigende Verständigung über Erschließung und Durchfuhr des Oeles erzielt war, so sollten doch noch eine Reihe schwerwiegender Hindernisse die endgültige Ausführung des Projektes verzögern. Die Widerstände kamen von verschiedenen Seiten. In dem jungen Staat Irak selbst erwachte nach der Beilegung des territorialen Konfliktes mit der Türkei und der endgültigen Zuteilung des Mossulgebietes zum Irak eine starke Opposition gegen die Politik der Oelkonzerne, resp. der englischen Regierung, die diese Politik vertrat.7) Die Monopolstellung der Turkish Petroleum Company erweckte Befürchtungen, daß die Bedingungen der Konzessionserteilung und -Ausführung unter dem Druck des mächtigen Partners sich für den Irak ungünstig gestalten würden und ähnlich wie in anderen, unter imperialistischer Kontrolle stehenden Petroleumländern, zu einer dauernden politischen Beeinflussung und wirtschaftlicher Ausbeutung des Staates führen würden. Die Verhandlungen der Gesellschaft mit der Regierung des Irak wurden daher außerordentlich verzögert und kamen erst 1925 zu einem Abschluß, obwohl bereits 1923 Vorschläge der Turkish Petroleum Company über die Einzelheiten der Konzession vorlagen. Eine der Hauptforderungen auf irakischer Seite war auf die Einräumung 6) Es erscheint bemerkenswert, daß in diesem 1920 geschlossenen Abkommen mit der Möglichkeit einer Rohrleitung durch TransJordanien und Palästina, dem englischen Einflußgebiet nicht ohne weiteres gerechnet wird. 7) Die offiziellen englischen Reports enthalten kurze Hinweise auf diese Widerstände, so zuletzt Colonial Nr. 58, S. 218. Auch nach der Unterzeichnung; der Convention hat die Opposition der nationalistischen Kreise und ihre Angriffe in der Presse nicht aufgehört.

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