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Palästina · 1932-03-01 · Heft 3-4 (März 1932) · p. Seite 74

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Journal
Palästina
Volume
15 (1932)
Issue
Heft 3-4 (März 1932)
Article
Die Konzessionen für die Pipeline Mossul-Haifa
Date
1932-03-01
Page
Seite 74 (sequence 6)
Language
German
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einer Beteiligung der Regierung des Irak am Kapital der Gesellschaft gerichtet, nachdem in dem Abkommen von San Remo eine solche Beteiligung vorgesehen war. Schließlich wurde dieser Gedanke aufgegeben und durch ein System von Abgaben (ein jährliches Pauschale von 400.000 Pfund Sterling und Förderabgaben pro pro Tonne an die Regierung des Irak) ersetzt. Nicht weniger ernste Widerstände kamen von einer Seite, die in den ersten Jahren an den Verhandlungen überhaupt nicht beteiligt war, nämlich den Vereinigten Staaten von Amerika. Sie richteten sich gegen die politische und juristische Gestaltung der mesopotamischen Erdölinteressen, wie sie in der Entwicklung nach dem Kriege zum Ausdruck gekommen waren.'Zunächst bestritt Amerika überhaupt die Gültigkeit der Konzession. Die türkische Regierung hätte keine rechtsgültige Konzession erteilt, sondern nur ein vages Versprechen, später eine Konzession zu erteilen. Der zweite Haupteinwand der Vereinigten Staaten stützte sich auf das Prinzip der offenen Tür, das durch die autonome Regelung des mesopotamischen Erdölkomplexes von Seiten Englands verletzt worden war; Mesopotamien sei Mandatsgebiet und alle Staaten hätten in diesen Territorien gleiche wirtschaftliche Rechte. Auf besonderen Widerstand stieß auch die Bestimmung des Vertrages von San Remo, nach der jede Petroleumgesellschaft, die die mesopotamischen Erdölschätze erschließen wolle, unter dauernder britischer Kontrolle stehen soll.8) Auf Einzelheiten der komplizierten Verhandlungen und Auseinandersetzungen, die zu Appellen der Vereinigten Staaten an den Völkerbund führte, kann hier nicht eingegangen werden. Der Konflikt endete auch hier mit einer Abfindung des Beschwerdeführers, d. h. der amerikanischen Interessen in der Form, daß der Standard Oil Company ebenso wie den Franzosen 25% der Anteile der Turkish Petroleum Company erhielt, die von der Anglo-Persian Oil Company zur Verfügung gestellt wurden. Der Anteil von 5o/o, der bei Gründung der Gesellschaft dem Armenier CS. Gulbenkian für seine wertvollen Agentendienste zugesagt worden war, wurde dann auf alle Partner gleichmäßig umgelegt, so daß jetzt die verschiedenen Gruppen mit folgenden Anteilen an der Iraq Petroleum Company beteiligt «sind: 8) Die offizielle» Dokumente und Noten über den Konflikt sind in der Publikation des Department of State, Near Eastern Series No. 1: Mandate for Palestine, Washington, 1927 repr. 1931 enthalten.

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