Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 15 (1932)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1932)
- Article
- Zur Agrarfrage in Palästina
- Date
- 1932-01-01
- Page
- Seite 19 (sequence 19)
- Language
- German
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faktor, der die agrarischen Länder beeinflußt, verschärft, nämlich die „Preisschere", die wahrscheinlich die schwerste seit einer Generation ist.24) „We are passing through a barter crisis. The majority of the population of the world are producers of the primary commoditiesfoodstuffs...... In almost all of these, nature has yielded a series of bumper harvests and gatherings with the natural consequences of a plethora of supplies and constantly falling of prices." Der Preisfall der industriellen Produkte hat mit dem Preisfall der landwirtschaftlichen Produkte nicht Schritt gehalten und die Folgen dieser Preisdifferenz wurden für den palästinensischen Landwirt infolge der vorübergehenden Steigerung des Lebensstandards in der Hausseperiode, die dem Kriege unmittelbar folgte, und dem Anstoß, den die Steigerung des Lebensstandards der Fellachen durch jüdischen Kapitalimport und Einwanderung neuer Elemente erhielt, verschärft. Der Import per Kopf der arabischen Bevölkerung in Palästina, die hauptsächlich landwirtschaftlich ist, wird auf 4.5 per Jahr geschätzt, gegenüber 3.5 Pfund in Syrien und 3.7 Pfund in Aegypten.25) Der kombinierte Angriff all dieser Weltfaktoren war für die schwache Stellung des palästinensischen Fellachen zu stark. Sogar in Europa, wo die Landwirte durch hohe Zölle gegen die gefährliche Konkurrenz der gewaltigen „Weizenfabriken" in der Neuen Welt geschützt sind, waren die Folgen dieser Entwicklung zuerst unheilvoll. Aehnliche Ursachen bringen ähnliche Wirkungen hervor. Dies war auch in Palästina und den Agrarländern des Nahen Ostens der Fall. Alle ungünstigen Folgen der Krise in Europa kamen auch hier zum Vorschein, aber deren Einfluß war stärker, da die Stellung des Fellachen, der die Hauptlast zu tragen hat, viel schwächer ist. Der Getreidebau hörte auf, rentabel zu sein. Wenn Sir John Simpson feststellt, daß die Fellachenbevölkerung als Klasse hoffnungslos bankrott ist, kann nur hinzugefügt werden, daß diese Situation keinesfalls auf Palästina begrenzt ist. Der Bericht des Herrn Eldon Ellison26), britischer Vizekonsul in Beirut, enthält die fol- 24) Observer. February 1. 1931. Adress of the Hon. Rupert E. Beckett Annual General Meeting of the Westminster Bank. 25) Immigration and Property by S. Hoofieii. Palestine and Near East 1930. pp. 85 (Special Number). 26) Department of Overseas Trade. Economic Conditions in Syria, dated July 1930. Report by R. Eldon Ellison. Acting Consul General Beirut. London. 1930. pp. 21.