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Palästina · 1932-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1932) · p. Seite 20

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
15 (1932)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1932)
Article
Zur Agrarfrage in Palästina
Date
1932-01-01
Page
Seite 20 (sequence 20)
Language
German
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gende Bemerkung: „It has been suggested that in some places the peasant may even not trouble to reap what they have sown." In dem Regierungsbericht „Survey of Rural Life in Cyprus" wird dieselbe Erscheinung, wie folgt, beschrieben: „Wheat prices feil considerably during 1929 and in December 1929.....Prices f or barley, oats and vetches have also fallen considerably and if these prices are maintained cereal cultivation will eventually cease to yield any profit." IV. Bedeutet Vergrößerung der Wirtschaftseinheit eine Lösung der Agrarfrage Palästinas, eine Rettung vom Bankrott? Die Vergrößerung des Kornüberschusses für den Markt bedeutet, wenn dieser auf der Basis der im Lande üblichen Methoden und Produktionskosten produziert wird, ein größeres Defizit für den Fellachen. Die Vergrößerung der Anbaufläche in jeder Wirtschaft, die Beschäftigung von Lohnarbeit erforderlich macht, müßte zu einer rücksichtslosen Exploitierung des Arbeiters und gesteigerten Schwierigkeiten des Fellachen führen. Dies würde ungefähr dasselbe bedeuten, wie durch eine Vergrößerung 'der Zahl der 'Webstühle, die mit Lohnarbeit betrieben werden sollen, den Konkurrenzkampf den Handweber mit modernen Textilfabriken ermöglichen zu wollen. Es gibt nur zwei Auswege aus dieser Klemme: 1. Uebergang zu extensiver mechanisierter Bodenbearbeitung auf großen Flächen von 500 bis 600 Dunams pro Wirtschaft. 2. Intensivierung. Der Fellache ist durch die besonderen Bedingungen Palästinas verhindert, den ersten dieser zwei Wege zu wählen. A. Die Methoden und Werkzeuge der großen Ebenen können aus technischen Gründen auf den Hügeln Palästinas nicht angewendet werden. Gemäß der Schätzung des Landdepartments der Regierung sind von den 12,233.000 Dunams anbaufähigen Landes in Palästina 5,376.000 Hügelland in Galiläa und Judäa, das für moderne Maschinenbearbeitung nicht geeignet ist und 2,663.000 Dunams Küstenebene kommen für extensiven Weizenbau nicht in Betracht und sind vorzüglich für Pflanzungen geeignet. B. Solche Methoden würden eine vollständige Neuverteilung des Bodens in Palästina erfordern. C. Der Uebergang zu extensiver Landwirtschaft in großem Maßstabe würde enorme Investitionen von Kapital notwendig machen.

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