Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 15 (1932)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1932)
- Article
- Zur Agrarfrage in Palästina
- Date
- 1932-01-01
- Page
- Seite 12 (sequence 12)
- Language
- German
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Atlit werden oft Fellachen beschäftigt, die ihre Wirtschaften unbearbeitet oder auf den Schultern ihrer Frauen lasten ließen, um Lohnarbeit aufzunehmen, die ein viel besseres Einkommen als landwirtschaftliche Arbeit gewährleistet. Es wurden sogar Fälle verzeichnet, daß solche Fellachen landwirtschaftliche Arbeiter (Haraten) für die Kultivierung ihres Bodens mieteten, und selbst die Gelegenheit ausnützten, in den Steinbrüchen angestellt zu werden, wobei ihnen die Differenz zwischen dem niedrigen Lohn des Haraten und dem beim Hafenbau bezahlten (12 bis 15 PT. in den Steinbrüchen) zugute kam. Die Proletarisierung des verelendeten Pächters oder Fellachen wird durch diese ökonomische Bedingungen und die allgemeine Schwächung der Bindungen der Dorfgemeinde beschleunigt. Sie ist nicht das Ergebnis des Bodenmangels, sondern die der Modernisierung der gesamten Wirtschaft des Landes, die durch die Krise in der Landwirtschaft im Weltmaßstabe besonders verschärft wird. Neue wirtschaftliche Bedingungen beschleunigen die Differenzierung im arabischen Dorfe und erdrücken mit ihrem Gewicht zuerst die schwächeren Elemente: die Mittel- und Kleinbauern. Die Faktoren, die die Wirtschaft im Dorfe bestimmen, können demnach in zwei Kategorien eingeteilt werden: 1technische, 2. wirtschaftliche. Die technischen Bedingungen zeichnen sich durch Rückständigkeit der Wirtschaftsmethoden und kleine Produktivität aus. Der extensiv bewirtschaftete Kleinbauernhof bildet die vorherrschende Form in Palästina. So werden in der Wirtschaft des Fellachen alle Nachteile des Großgrundbesitzes, mit denen des Kleinbetriebes vereinigt. Der Bodenertrag ist sogar für Palästina außerordentlich gering, wie aus der f olgenden Tabelle zu ersehen ist.u) Der Fellache ist das ganze Jahr in seiner Farm von 75 bis 100 Dunam beschäftigt, um solche Erträge zu erreichen. Weder rationelle Fruchtfolge, noch Düngung werden angewendet. Mangel an Kapital und Kenntnissen vereinigen sich seit undenklichen Zeiten um den Fellachen auf einem sehr niedrigen Niveau der Entwicklung niederzuhalten. Jüdische Wirtschaften......... Die Landwirtschafteschule in Beth Jamal Fellachenfarm............ Weizen 101—111 86 57 Gerate 153—177 129 54 14) Report Johnson-Crosbie.