Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 14 (1931)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1931)
- Article
- Der wirtschaftliche Aufbau der Stadt Jerusalem
- Date
- 1931-12-01
- Page
- Seite 449 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 1× ep/1047930
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werden, in Haifa nicht weniger als 509 von 794 Maschinen, sind es /^/jjQ in Jerusalem nur ein Viertel, nämlich 260 von 1011. Wenn somit Handwerk und Industrie in Jerusalem einen wesentlich anderen Charakter tragen als in Haifa und Tel-Aviv, so läßt sich auch hier in den letzten Jahren eine Tendenz zur Modernisierung und Rationalisierung der Betriebe feststellen. Die Verwendung von Maschinen nimmt insbesondere seit der Errichtung eines Elektrizitätswerkes im Jahre 1929 zu. Die Zahl der Kleinbetriebe und Straßenhandwerker hat sich gegenüber früherer Zählungen wesentlich verringert, während der Zensus der nicht selbständigen Arbeiter eine stetige Zunahme zeigt. Die städtische Arbeiterschaft insbesondere wird auch in der sozialen Struktur Jerusalems ein Element von steigender Bedeutung. IV. Was nun speziell die Berufsverhältnisse der jüdischen Einwohnerschaft in Jerusalem angeht, so stehen auch für die Zeit nach dem Kriege nur partielle Quellen zur Verfügung. Die letzte allgemeine Berufszählung der Juden Jerusalems fand im Jahre 1916 statt, also zu einem Zeitpunkt, wo durch den Krieg die regulären Erwerbszweige der Einwohnerschaft sehr beeinflußt waren und wo speziell der jüdische Teil der Bevölkerung durch Abwanderung, Ausweisung usw. besonders mitgenommen war.10) Die Zahl der jüdischen Einwohner betrug damals (1916) 26.605, zeigt also gegenüber der Schätzung für die Jahre 1913 in Höhe von 45.000 Seelen eine außerordentliche Reduzierung, die durch die obengenannten Ursachen zu erklären ist. Die hohe Zahl von 5111 Familien, für die keine näheren Berufsangaben gemacht werden, läßt vermuten, daß ein großer Teil dieser Familien ganz oder teilweise von Unterstützungen lebte und diese Abhängigkeit nicht in einer Zählung schriftlich fixieren wollte. Natürlich sind auch andere der in der Tabelle genannten Berufsgruppen von der Chaluka abhängig gewesen, und zwar nicht nur Talmud-Schüler, Kultusbeamte, sondern zweifellos auch ein Teil der Handwerker und andere. Die Schwierigkeit, die Existenzquellen erfassen, zeigt sich noch stärker, wenn man zwecks Vergleich auf frühere Zählungen zurückgreift. Interessant ist zum Beispiel die Zählung der jüdischen Bevölkerung, die Luncz im Jahre 1877 in Jerusalem durchgeführt hat. 10) Ruppin, Die Bevölkerung Palästinas, Zeitschrift „Palästina", Seite 243. Die Ziffern der Zählung veröffentlicht in: „Sfirath Jehude Erez Israel", Bd. I., Jaffa, 1918.