Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 14 (1931)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1931)
- Article
- Der wirtschaftliche Aufbau der Stadt Jerusalem
- Date
- 1931-12-01
- Page
- Seite 448 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 1× ep/1047930
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448 c^e> w*e ^e Anziehungskraft der heiligen Stätten, keinen primär wirtschaftlichen Charakter tragen. Die rückständigeren Produktionsformen in Jerusalem zeigen sich auch bei einem Vergleich von Verhältnisziffern der industriellen und gewerblichen Unternehmungen in dieser Stadt, mit denen anderer Städte. Der schon genannte Zensus der Regierung vom Jahre 1928 ist dafür sehr lehrreich. Nach diesem Zensus befanden sich in Jerusalem 658 Betriebe, d. i. 18,8 Prozent aller von der Zählung erfaßten Unternehmungen und in fast gleicher Proportion 3316, d. i. 18,5 Prozent von 17.955 Beschäftigten, die für das ganze Land gezählt wurden. Bei der durchschnittlich geringeren Besetzung der Jerusalemer Betriebe mit Arbeitskräften hätte man eine niedrigere Anteilsziffer der Beschäftigten erwarten dürfen. Wenn man jedoch die Zusammensetzung der Jerusalemer Arbeitskräfte mit jener in anderen Städten vergleicht, so klärt sich der scheinbare Widerspruch schnell auf. Beschäftigte Mai 1928 in Prozent unter 16 Akkord- Jahren (%) arbeiter (°/ Jerusalem . . 3316 18,5 40,8 31,4 Tel-Aviv . . . 2800 15,6 2,4 28,6 Haifa .... 2808 15,6 13,0 11,4 Jaffa .... .1523 8,5 12,0 7,6 Uebrige Städte u. Landbezirke 7508 41,8 31,8 21,0 Total .... 17955 100,0 100,0 100,0 Während in Jerusalem nur 18,5 Prozent aller erfaßten Beschäftigten wohnen, erreicht hier die Zahl der Beschäftigten unter 16 Jahren nicht weniger als 40 Prozent, die Zahl \der in Akkordarbeit Beschäftigten 31,4 Prozent der im ganzen Lande in den betreffenden Kategorien beschäftigten Arbeitskräfte. Es sind also in Jerusalem weit über ihr proportionelles Verhältnis hinaus gerade jene Kategorien vertreten, die überall die vor- oder halbkapitalistischen Produktionsstadien charakterisieren. Eine weitere Bestätigung in dieser Richtung bieten die Ziffern des genannten Zensus, die über die maschinelle Ausstattung der Betriebe Aufschluß geben. Während in Tel-Aviv mehr als die Hälfte der Maschinen (736 von 1446) mit motorischer Kraft angetrieben