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Palästina · 1931-10-01 · Heft 10-11 (Oktober 1931) · p. Seite 397

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Journal
Palästina
Volume
14 (1931)
Issue
Heft 10-11 (Oktober 1931)
Article
Organisation, Arbeitsbedingungen, Lohn- und Lebensverhältnisse der jüdischen Arbeiter Palästinas
Date
1931-10-01
Page
Seite 397 (sequence 3)
Language
German
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zoth tätig sind, sondern, wieviele es sind im Verhältnis zur Landarbeiterschaft. Dadurch bekommen wir ein ganz anderes Bild, wie es die nachstehenden Zahlen zeigen. Im Sommer f930 waren in den 24 wichtigsten kollektivistischen Landwirtschaften (Kwuzoth) 1940 Mitglieder derselben tätig. Bis zum Jahresschluß wurden von ihnen weitere 180 neue Olim (Einwanderer) aufgenommen. Die Zahl der Mitglieder der kleineren Kwuzoth, die in diesen 24 nicht enthalten sind (zum Beispiel die Kwuzah Schiller in Rechowoth mit einer eigenen Wirtschaft, die Kwuzah „Hazafon" im Emek usw.), können wir auf 200 schätzen, desgleichen haben die vier Kwuzoth der Gordonjah (in Chuldah, Chederah, Rechowoth und Neß-Ziona) 200 Mitglieder. Dazu kommen noch die Abteilungen („Plugoth") des „Kibbuz hammeuchad" in den Kolonien mit zusammen etwa 1200 Mitgliedern (in seinen eigenen Wirtschaften 934; — dieser Kibbuz hat außerdem noch vier Abteilungen in den Städten Jerusalem, Tiberias und Haifa) und die Kibbuzim des Haschomer Hazair in den Kolonien mit etwa 1000 Mitgliedern (in seinen eigenen Wirtschaften 307), so daß nach dem Stande vom 1. Jänner 1931 4720 Arbeiter in den Kwuzoth und Kibbuzim tätig waren. Im ersten Halbjahr 1931 sind von den 1480 neuen Zertifikaten, die die Regierung bewilligt hat und den 1030, die der Jewish Agency zur Verfügung gestellt wurden, 475 für Chaluzim ausgegeben worden, mit der ausdrücklichen Weisung, daß sie nur an solche Einwanderer zur Verteilung gelangen sollen, die von der Kibbuzim aufgenommen werden. Wenn wir sogar annehmen, daß trotzdem 75 Einzelarbeiter („Bodedim") Zertifikate bekommen haben, erscheint es sicher, daß mindestens neue 650 (mit den Frauen) Arbeiter im ersten Halbjahr 1931 von den Kibbuzim erfaßt wurden — das ergibt eine Gesamtzahl von 5370 in den kolletiven Kwuzoth tätigen Arbeiter. Am 1. Jänner 1931 wurden in sämtlichen Kolonien 7783 Arbeiter und Arbeiterinnen gezählt. Eine Statistik vom 1. Dezember 1930, die sich auf die) 16 wichtigsten Kolonien erstreckte, besagt, daß 29 Prozent aller Arbeiter bei Bau-, öffentlichen und sonstigen Arbeiten beschäftigt waren. Da dabei allein 86,9 Prozent aller Koloniearbeiter erfaßt wurden, ist der Schluß nahe, daß dieses Verhältnis auch in den anderen Kolonien zutrifft, wir können daher von der angeführten Zahl 7783—2257 (29 Prozent) in Abzug bringen, die nicht in der Landwirtschaft tätig sind, wobei ich alle Arbeitslosen (am angegebenen Tage waren es 25 Prozent) der Landwirtschaft zuzähle. Die Gesamtzahl der in der Landwirtschaft tätigen Arbeiter ist somit: 11.929 Arbeiter in den Kolonien und Meschakim, inklusive den 650 neuen Einwanderer im ersten Halbjahr 1931 — 2.257 nicht in der Landwirtschaft tätige Arbeiter 9.672 Die in Kibbuzim und Kwuzoth Arbeitenden bilden hievon 55.5 Prozent. Die Zentren der städtischen Arbeiter. Die wichtigsten Zentren der städtischen Arbeiterschaft sind die drei Städte: Jerusalem mit 4633, Haifa mit 4399 und Tel-Aviv mit 8415 Arbeitern. Obwohl Haifa zahlenmäßig an dritter Stelle steht, ist es trotzdem das wichtigste Arbeiterzentrum durch seine natürliche Lage als das Toi' zum Emek und Emek-

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