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Palästina · 1931-10-01 · Heft 10-11 (Oktober 1931) · p. Seite 393

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
14 (1931)
Issue
Heft 10-11 (Oktober 1931)
Article
Der Bericht der britischen Regierung an den Völkerbundrat
Date
1931-10-01
Page
Seite 393 (sequence 7)
Language
German
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den Einnahmen steht. Diesem entsprechend hätten auf die Juden 235.000 Pfund (45 Prozent der Ausgaben, abzüglich der Materialien) fallen müssen. Aber die Regierung hat die Rechte der Juden verkürzt. Dies ist an sich ein Unrecht, das noch größer erscheint, wenn man bedenkt, daß die Regierung die Verpflichtung hat, mit allen in ihrer Macht stehenden Mitteln die Errichtung des jüdisch-nationalen Heims zu fördern. III. Betrachten wir nun das Ausgabenbudget für 1930 unter dem Gesichtspunkt* wie weit es den Bedürfnissen der Einwohner genügt. Eine i^nalyse der verschiedenen Ausgabenposten 1930, verglichen mit 1929, zeigt folgendes Bild: 1930 1929 pal. Pfund 1. Polizei, Gefängnisse, Verteidigung........ 585.526 413.130 2. Transjordanische Grenzmacht ......... 232.080 149.178 3. Oeffentl. Arbeiten, Bauten und außerordejitl. Ausgaben 382.982 300.947 4. Sanität, Erziehung, Landwirtschaft und Landkataster 393.760 357.612 5. Schulden und Zinsen............. 129,438 118,707 6. Stabilisierung verschiedener Departments, zentrale und lokale Verwaltung............ 350.925 343.378 7. Post und Telegraph............. 173.434 167,184 8. Verschiedenes............... 268.768 289.896 9. Defizit geschätzt.........,,,,,, 19592 — . 2,536.505 2,140.032 Außer diesen Aufwendungen wurden von dem Amt für öffentliche Arbeiten noch verschiedene nicht aus Regierungsmitteln bestrittene Bauten durchgeführt, zum Beispiel das Rockefeller-Institut u. a. m. Die von diesem Amt ausgegebene Gesamtsumme betrug 1930 (ohne den Haifaer Hafenbau) 499.410 Pfund gegen 360.481 im Vorjahr. Was die große Zunahme der Ausgaben für Post 1 (Polizei usw.) betrifft, so entfällt sie hauptsächlich auf jene der britischen Polizei und die Verstärkung der britischen Streitkräfte im Lande. Wenn wir zu dieser Summe noch 75.000 Pfund von den Kosten der Grenzmacht hinzufügen, — die, wie oben ausgeführt, vom Kolonialamt als auf Palästina entfallend bestimmten Summe — wurden von der Verwaltung zur Aufrechterhaltung von Frieden und Ordnung 660.526 Pfund, das sind 26 Prozent des Gesamtbudgets aufgewendet. In Transjordanien wurden dafür 144.930 Pfund ausgegeben, die zuzüglich 175.000 für die Grenzmacht mit 319.930 Pfund nicht weniger als 60 Prozent der Gesamtausgaben ausmachen, gegen 37.93 Prozent im Irak und 30.72 in Syrien, wobei die Ausgaben für die Streitkräfte, die England, beziehungsweise Frankreich in diesen Ländern garnisoniert haben, nicht mitgerechnet sind. Wir sehen also, daß selbst nach der starken Zunahme der Ausgaben für öffentliche Sicherheit in Palästina im Jahre 1930 diese noch immer einen geringeren Prozentsatz der Gesamtausgaben ausmachen, als in den Nachbarländern. Die Zunahme der Ausgaben für öffentliche Arbeiten und Bauten bedeutet eine positive Leistung, aber die Regierung hat große Summen davon für ihre eigenen Amtsgebäude bestimmt. Zum Beispiel: Die Residenz des Oberkommissärs, präliminiert mit 45.000 Pfund, die aber sicher mehr erfordern wird, den Bau eines großen Postgebäudes in Jaffa und das Projekt eines noch größeren

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