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Palästina · 1931-10-01 · Heft 10-11 (Oktober 1931) · p. Seite 391

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Journal
Palästina
Volume
14 (1931)
Issue
Heft 10-11 (Oktober 1931)
Article
Der Bericht der britischen Regierung an den Völkerbundrat
Date
1931-10-01
Page
Seite 391 (sequence 5)
Language
German
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Jordaniens dienen. Das Kolonialamt schlug datier vor, angefangen von 1930, nur ein Viertel dieser Ausgaben Palästina aufzuerlegen, was zusammen mit der Bezahlung verschiedener Arbeiten, die für den Teil der Grenztruppen ausgeführt werden, die in Palästina stationiert sind, zirka 75.000 Pfund ausmacht. Die zusätzliche Ausgabe, die auf 175.000 Pfund geschätzt wird, muß von der britischen Regierung getragen und den Kosten für die Irans jordanische Garnison zugerechnet werden. Das Parlament bestätigte dieses Budget. Es ist daher erstaunlich, im Budget von Palästina für 1930 eine Summe von 232.180 Pfund für die transjordanische Grenzmacht zu finden. Vielleicht ließt der Grund dafür darin, daß das Budget für 1930 am Jahresende abgeschlossen wurde, indes es erst im Februar 1931 vom Parlament genehmigt worden ist und daher keine Möglichkeit gegeben war, die lieber tragung vorzunehmen. Diesfalls wird das Kolonialamt zweifellos die Mehrausgabe der palästinensischen Finanzverwaltung zurückgeben. Aber es ist völlig klar, daß ohne diese Ausgabenpost das Budget für Palästina im Jahre 1980 keinerlei Defizit aufwies. Prüfen wir nun, in welchem Ausmaß die jüdische Gemeinschaft von diesem Budget Nutzen hat. Die größte produktive Ausgabe war 1930 jene für öffentliche Dienste und Bauten. 1930 wendete die Regierung 494.410 Pfund für öffentliche Arbeiten auf, ohne den Bau des Hafens von Haifa. Mindestens 30 Prozent davonj also zirka 150.000 Pfund wurden für Arbeitslöhne gezahlt. Jüdische Arbeiter gab es aber dabji nach dem Zensus vom Juni 1930 nur 70! Selbst wenn die Zahl in anderen Monaten größer gewesen sein sollte und wilden Optimismus der Jewish Agency teilten und annehmen, daß im Durchschnitt während des Jahres 200 jüdische Arbeiter dabei beschäftigt waren, so resultierte daraus noch immer erst, daß 10.000 Pfund Arbeitslöhne an Juden, das sind 7 Prozent von der Gesamtlohnsumme gezahlt worden wären. Eine größere Ungerechtigkeit läßt sich nicht denken, als die es ist, die jüdische Gemeinschaft ihres Rechtes an der Teilnahme bei öffentlichen Arbeiten zu berauben, zu deren Kosten sie so weitgehend beiträgt. Für Erziehungswesen wendete die Regierung im Jahre 1930 143.555 Pfund auf (Vorjahr 139.789), abgesehen von einer weiteren Summe von 19.964 Pfund, welche andere Departments für Einrichtung und Reparaturen von Schulgebäuden, zusätzlichen Honoraren für Beamte des Erziehungsamtes usw. beisteuerten; zusammen also waren es 163.519 Pfund. Für die jüdischen Schulen der Jewish Agency wurden davon 19.190 und für private jüdische Schulen 1:171, zusammen also 20.331 Pfund, das sind 13.5 Prozent Subvention gegeben. Dieser Prozentsatz entspricht weder dem des Anteils der Juden an dem Einkommen der Regierung, noch dem der Schülerzahl oder dem des Verhältnisses der Zahl der Juden zur Gesamtbevölkerung. Kein Wunder daher, daß die jüdischen nationalen Institutionen iind der Jisohuw gezwungen waren, ihrerseits große Summen — 1930: zirka 120.000 Pfund — für ihr Schulwesen aufzuwenden. Bezüglich des Gesundheitswesens sagt der Bericht auf Seite 21: „Das Vorhandensein einer bewunderungswürdigen jüdischen Gesundheitswesenorganisation schloß die Juden nicht aus von den Vorteilen der Arbeit auf diesem Gebiete, die von der Regierung in den letzten zehn Jahren, insbesondere in der Bekämpfung der Malaria geleistet worden ist." Es ist wirklich hübsch, von Seite der Regierung, den Gesundheitsdienst des Jischuw so zu loben, zu dessen

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