Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 14 (1931)
- Issue
- Heft 10-11 (Oktober 1931)
- Article
- Die Aussichten der Erbauung der Bahn Haifa-Bagdad
- Date
- 1931-10-01
- Page
- Seite 382 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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- Basra 1× ep/1044138
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382 werc*en. So hätte der größte Teil der Bahnlinie allmählich einen nennenswerten Eigenverkehr entwickeln können. Außerdem öffnete die Wahl des mittleren Teiles der Trasse, die dem südlichen Kleinasien nahegerückt wurde und besonders der Ausgang nach Alexandrette« der Bahn ein weites Hinterland, das art Bevölkerung reich und mi,t Naturschätzen ausgestattet ist. Ganz anders liegen die Verhältnisse für die neue Bagdadbahn-Linie. Nur die relativ kurze Anfangs- und Endstrecke gehören Gebieten an, die kultiviert, beziehungsweise kulturfähig sind — am einen Ende Palästina und das Adjlun, am anderen Ende ein Stück des mesopotamischen Alluvial-Landes. Dazwischen dehnt sich eine menschenleere Wüste, jeder 'Entwicklungsmöglichkeit bar, die auch in Zukunft der Bahn niemals einen Eigenverkehr bieten kann. Der Wassermangel erschwert in hohem Grade die Wasserversorgung der Bahnlinie und der Lokomotiven. Umherschweifende Beduinen und die Nähe des nur durch unbestimmte Grenzen abgetrennten Reiches von Ibn Saud bedeuten eine ständige Bedrohung. Der einzige Verkehr, auf den die neue Bahnstrecke rechnen kann, ist derjenige von Irak und des durch dieses Land hindurchgehenden Transithandels. Hier bietet die jetzige Bahnlinie dieselben Bedingungen wie die ehemalige. Der Längenunterschied zwischen beiden (1100 gegenüber 1300 Kilometer der Strecke Alexandrette—Bagdad) fällt nicht wesentlich ins Gewicht. Nach den amtlichen Regierungsziffern hatte der Gesamthandel von Irak in den Jahren 1927 und 1928 folgenden Umfang, in Pfund-Sterling*): 1927 1928 Wert des Imports 7,390.000 6,790.000 „ Exports 4,400.000 3,980.000 „ „ Transits 4,200.000 4,180.000 Der allergrößte Teil des Verkehres nimmt seinen Weg zurzeit über Basra. Den Ueberlandverkehr zeigen folgende Ziffern (in Pfund-Sterling) *): Import von Syrien „ „ Persien „ „ Türkei ,, Arabien Gesamter Ueberlandimport: Export nach Syrien „ „ Persien „ „ Türkei „ „ Arabien Gesamter Ueberlandexport: 1927 1928 369.000 323.000 214.000 207.000 69.000 71.000 4.000 3.000 656.000 604.000 173.000 164.000 186.000 192.000 13.000 27.000 11.000 12.000 383.000 395.000 Vergleichen wir den Ueberlandmit dem Gesamtverkehr, so ergibt sich folgender prozentueller Anteil (als Mittel beider Jahre): Anteil des gesamten Anteil des syrischen Ueberlandhandel Ueberlandhandel am Import (einschließlich Transit) 5,3o/o 2,9 o/o am Export (einschließlich Transit) 4,6 o/o 2,0 o/o Der Verkehr zwischen Syrien und Irak wurde besonders hervorgehoben, weil *) Die Umrechnung erfolgte zum Kurs: 1 Pfund-Sterling ist gleich 14 Rupees.