Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 14 (1931)
- Issue
- Heft 10-11 (Oktober 1931)
- Article
- Die Aussichten der Erbauung der Bahn Haifa-Bagdad
- Date
- 1931-10-01
- Page
- Seite 375 (sequence 3)
- Language
- German
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(1836). Doch bald änderte Chesney seinen ursprünglichen Plan und gab die Benutzung des Euphrat als Wasserstraße ganz auf. Vielmehr ersetzte er sie durch eine Bahnlinie, die direkt vom Mittelmeer, dem Strome folgend, über Bagdad zum Persischen Golf führen sollte. So entstand bereits nahezu vor einem Jahrhundert der Gedanke!, der meerverbindenden Bagdad-Bahn. Gerade in jener Zeit begann Großbritannien in die inneren Verhältnisse "der Türkei aktiver einzugreifen. Als sie von dem Vizekönig Aegyptens, Mehemed Ali, arg bedrängt wurde (1839—1840), trat England als ihr Beschützer auf und 375 Die geplante neue Bahn Haifa-Bagdad (Skizze von Reichsbahnrat Dieckmann-Limburg) Aus „Orient-Rundschau" Nr. 8 (13. Iahrgang) begründete dadurch seinen vorherrschenden Einfluß, der ein halbes Jahrhundert dauern sollte. Das erwachende Interesse an der Türkei kam den Anregungen von Chesney zugute, ja gab sogar den Anstoß zu ihrer phantastischen Ausweitung durch die Idee einer riesenhaften Eisenbahnverbindung beider Kontinente, von der die Euphrat-Bahn nur ein Glied sein sollte. Pave war der erste, der 1842 diesem Gedanken durch den Vqrschlag einer Bahnlinie Calais— Konstantinopel—Basra nach Indien — und später sogar bis China verlängert — Ausdruck verlieh. Doch Chesney's Vorschläge fanden nicht die angestrebte Unterstützung der englischen Regierung. Auch wirkte ihnen die wachsende Bedeutung der Dampfschiffahrt entgegen, die sich endlich über den Ozean hinauswagte. 1842 übernahm ein regelmäßiger Dampferverkehr nach Alexandrien die indische Post, an die sich unter Benutzung des Landweges von