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Palästina · 1931-07-01 · Heft 7-9 (Juli 1931) · p. Seite 323

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
14 (1931)
Issue
Heft 7-9 (Juli 1931)
Article
Die wirtschaftliche Bedeutung der Palästina-Touristik
Date
1931-07-01
Page
Seite 323 (sequence 6)
Language
German
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wie in Tel-Aviv wurde eine Reihe von teilweise sehr umfangreichen und luxuriösen Hotelneubauten errichtet, die auch den alleirverwöhntesten Ansprüchen Genüge tun. Das Laixd ist heute mit Hotels und Pensionen überreich verseilen. Wir zählen etwa 50 Hotels, darunter in Jerusalem und Tel-Aviv mindestens 6, die nach internationalem Maßstab als erstklassig oder gar als darüber klassifiziert werden müssen, zirka 10gute Fremdenpensionen) und etwa 15 Hospize und Konvente, und zwar in fast allen für die Touristik in Frage kommenden Plätzen des Landes. In guten Hotels und. Pensionen können in Jerusalem etwa 1200 bis 1300, in Tel-Aviv etwa 300 bis 400, . in Haifa 100 bis 150 Personen bequem untergebracht werden. Die Zahl der Uebernachtungsmöglidhkeiten im ganzen ist natürlich erheblich größer. Autoverkehr. Von großer Bedeutung für die Bequemlichkeit der Touristen ist das gut entwickelte Autowesen Palästinas. Das Land besitzt 685 Kilometer erstklassige, geteerte und bei jedem Wetter befahrbare Kunststraßen, aber die sehr geschickten Chauffeure verstehen auch auf den Nebenstraßen, ja selbst auf den ummöglichsten Pfaden ruhig und zuverlässig zu fahren. Die Zahl der Autos im Lande ist groß. Tabelle 8. Registrierte Motorfahrzeuge in Palästina am 31. Dezember 1930. Fassungskraft Privat-Autos Verkehrs-Autos Omnibusse Lastwagen Motorräder Personen: 1—5 7 1—5 7 7—15 darüber — * — 744 30 628 223 234 477 524 326* insgesamt 3186 Stück Das bedeutet etwa ein Motorfahrzeug auf 267 Köpfe. Palästina steht damit an der Spitze aller benachbarten Länder, rangiert ungefähr in gleicher Höhe wie die Tschechoslowakei mit 1 Auto auf 247 Seelen. Zum Vergleiche seien angeführt die Zahlen vom 31. Dezember 1929: für Arabien mit 9450, Syrien mit 330, Aegypten mit 536, Irak mit 1003. Polen wies damals auf je 868, Deutschland auf je 102 Köpfe 1 Motorfahrzeug auf. Die ungewöhnlich hohe Zahl der Motorfahrzeuge in Palästina hängt zum Teil mit der Touristik zusammen. In Aegypten zum Beispiel liegen die bekannten Sehenswürdigkeiten entweder in nächster Nähe von Kairo und sind in einer nur wenige Minuten dauernden Autofahrt zu erreiche^ -oder sie liegen so weit von Kairo entfernt und zudem vereinzelt, daß normalerweis? niemand auf die Idee kommen wird, sie mit'Auto zu besuchen. Das Auto ist in Aegypten wie in Europa ein städtisches Verkehrsmittel. In Palästina ist das ganz anders. Das Land ist sehr klein und von einem Ende zum anderen leicht innerhalb einer bequemen Tagesreise im Auto zu durchqueren. Eine Reihe von Sehens würdigjkeiten — Totes Meer, Hebron, Bethlehem, Nazareth, der Berg Tabor, der Kineret,h-See (See Genesareth) mit Tiberias und Kaper naum, die meisten jüdischen Siedlungen, der ganze Norden des Landes — sind überhaupt nur mit Auto zu erreichen und liegen fast ausnahmslos an guten Automöbilstrajßen. So ist das Auto das wichtigste Verkehrsmittel des Landes geworden. Jeder Tourist benützt allermindestens einen Tag lang ein Auto. Autoreisen in Palästina sind sehr billig, so billig, daß die Autoünternehmer bei den jetzigen Benzinpreisen nicht mehr auf ihre Kosten kommen!

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