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Palästina · 1931-07-01 · Heft 7-9 (Juli 1931) · p. Seite 324

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
14 (1931)
Issue
Heft 7-9 (Juli 1931)
Article
Die wirtschaftliche Bedeutung der Palästina-Touristik
Date
1931-07-01
Page
Seite 324 (sequence 7)
Language
German
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Ein vier- bis sechssitziges Verkehrsauto kostet heute in Palästina etwa 1,2 Piaster per Kilometer, in Italien 3,3, in der Schweiz 4,4, in Deutschland 3,5 bis 4,3 Piaster. Dazu ist in allen europäischen Ländern noch jeden Tag 1 Pfund für Chauffeurverpflegung und Garage zu bezahlen, was in Palästina gänzlich wegfällt. Ein 17sitziger Autobus kostet in Palästina zirka 7 Pfund den Tag, gegenüber 121/2 zuzüglich 1 Pfund für den Chauffeur täglich in Deutschland. Die Autos in Palästina sind durchwegs in sehr gutem Zustande, meist besser und moderner als zum Beispiel in Aegypten. Das ergibt sich auch aus der schnellen Auswechslung alter gegen neue Wagen, die aus folgender Statistik belegt wird: Tabelle 9. Import von Motorfahrzeugen nach Palästina. Jahr Anzahl Wert £ 1924 305 72.880 1925 805 128.372 1926 767 129.769 1927 572 104.390 1928 1011 195.302 1929 823 150.065 1930 848 163.485 Bei einem Gesamtbestande von über 3000 Motorfahrzeugen, und da ein Verkehrsauto natürlich bedeutend schneller abgenutzt wird als ein Privatwagen, ergibt sich, daß die palästinensischen Verkehrsautos durchschnittlich nur drei Jahre im Gebrauch sind. Das stimmt mit den bekannten Tatsachen überein. In Verwendung sind hauptsächlich gute amerikanische Marken zum Preise von 400 bis 700 Pfund, das heißt hochwertige Wagen. Materielle Bedeutung der Touristik. Der materielle Wert des Touristenverkehrs für das Land ist bedingt: a) von der sozialen Qualität des Touristen; b) von der Dauer seines Aufenthaltes im Lande. Höchstwertige Touristen sind die Cruises- und Gruppenreisenden. Sie bleiben in der Regel weniger Zeit -im Lande — da sie ja gewöhnlich nur im Zusammenhang mit einem größeren Reiseprogramm das Land besuchen — als der Einzelreisende. Die Mehrzahl der lEinzelreisenden kommt etwa aus denselben sozialen Schichten wie die Gruises-Reisenden. In dieser Hinsicht unterscheidet sich von dem gewöhnlichen Einzelreisenden der Studienreisende, dessen Aufenthalt am längsten währt. Dazu rechnen wir vor allem den größeren Teil der jüdischen Touristen, die mit der Absicht ins Land kommen, sich dort genauer umzusehen, das zionistische Unternehmen an Ort und Stelle zu studieren, die jüdischen Siedlungen kennenzulernen usw. Zu den Studienreisenden gehören natürlich auch die Gelehrten, die zu Studienzwecken das Land besuchen. Von den Gruppenreisenden ist abzutrennen der Pilger. Auch jetzt noch kommen alljährlich - kleinere oder größere Gruppen Pilger ins Land, insbesondere katholische. Sie bleiben etwa so lange wie der Durchschnitt der Studienreisenden und können auch sonst mit ihnen in eine Reihe gestellt wenden. Daneben gibt es noch eine gewisse Zahl sehr billig fahrender und ganz primitiv wohnender Pilger in der Art der Vor-

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