Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 14 (1931)
- Issue
- Heft 7-9 (Juli 1931)
- Article
- Die Industrie in Palästina
- Date
- 1931-07-01
- Page
- Seite 293 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2379786-2379892-2379897-2393750--12418-2394022- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
also im Durchschnitt 6.1 per Betrieb, was den Umfang und Ausdehnung dieser Art von Betrieben zeigt. Ihre Produktion im Jahre 1929 betrug 622.000 Pfund, das sind 28 Prozent der gesamten Produktion der jüdischen Industrie in diesem Jahr. Es ist schwer, diese Betriebe als Fabriken anzusehen, weil es üblich ist, als solche nur große Betriebe zu bezeichnen, in welchen die Erzeugung hauptsächlich durch Maschinen geschieht. Aber in den genannten Betrieben waren in der großen Mehrzahl unter der Leitung des iKleinkapitalisten Handwerksmeister in einem Hause vereinigt, von denjen jeder gesondert arbeitete und sein Werkstück vom Anfang bis zum Ende allein fertigstellte. Das kann man nicht Fabrik nennen, sondern solche Betriebe fuhren in der industriellen Klassifikation den Namen Manufakturen. Diese Industrieklasse ist nicht sehr verbreitet, aber in den östlichen Ländern hat sie einen bestimmten Wert und wie wir in Palästina sehen, ist diese Form \sehr wichtig als Folge der speziellen Bedingungen in diesem Lande, wo erst in den letzten zehn Jahren die wirtschaftliche Entwicklung begann und die überwiegende Mehrzahl der industriellen Betriebe in der Hauptsache Handwerkszweige darstellen. Wenn wir die 2223 Gewerbebetriebe, welche bei der letzten Zählung bloß in den Städten verzeichnet wurden (in den Kolonien gab es 245) nach der Anzahl der Beschäftigten in jedem Zweig anordnen, so finden wir, daß am meisten Beschäftigte in folgenden Branchen gezählt wurden. Die Fächer, die unter 25 Betriebe ausweisen, sind hier nicht aufgezählt. In der überwiegenden Mehrzahl sind die angelführten Betriebe Kleingewerbe, mit einer kleinen Zahl von Arbeitern. Meistens sind es nur zwei. Nur Drucker (9.3) Und Bäcker (5.1) weisen eine größere Zahl von Arbeitern auf. Die Tabelle gibt auch eine Vorstellung über die Gewierbszweige, die in der Mehrzahl Kleingewerbe und kleine Fabriksbetriebe sind. Fach Zahl der Beschäftigte per Betrieb Betriebe Scliuhmacher Tischler Schneider Schmiede und Schlosser Röhren- und Eisenblech Näherinnen Friseure Bäcker Färber und Kleiderputzer Uhrmacher Drucker Goldschmiede Buchbinder Pflasterer Hutmacher Photographen 332 826 2.5 236 818 3.1 259 779 3.0 164 460 2.8 119 239 2.0 99 200 2.0 87 170 2.0 85 434 5.1 57 135 2.4 56 72 1.3 55 512 9.3 50 92 1.8 49 99 2.0 41 84 2.0 37 130 3.5 32 53 1.7 B. Die jüdische Industrie in Palästina. Jüdische Fabriken, natürlich mehr oder weniger dem üblichen Begriff von solchen entsprechend, wurden in Palästina 153 mit 3961 Beschäftigten gezählt,