Mannheim
Compact Memory

Palästina · 1931-07-01 · Heft 7-9 (Juli 1931) · p. Seite 294

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
14 (1931)
Issue
Heft 7-9 (Juli 1931)
Article
Die Industrie in Palästina
Date
1931-07-01
Page
Seite 294 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2379786-2379892-2379897-2393750--12419-2394023
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

294 Produktion im JaHre 1929 1,031.000 Pfund, das sind 46 Prozent der gesamten Erzeugung der jüdischen Industrie und des jüdischen Handwerks in Palästina 1929. Die Zahl der Beschäftigten war bei jedem Betrieb mehr als 10, im Durchschnitt 25.9 per Betrieb, also waren die jüdischen Fabriken in Palästina vergleichsweise genügend groß. Hinzufügen muß man die Zementfabrik „Nescher" mit 330 Arbeitern und einer Jahresproduktion von 120.000 Pfund, die in obiger Ziffer nicht inbegriffen war. Auch die Potash Cy ist nicht dabei, welche ihre Arbeit erst begonnen hatte, sowie die Rutenberg Elektrizitätsgesellschaft, welche in eine besoaidere Klasse bezüglich des Produktionszweiges gehört. Ferner ist auch die Fabrik „Schemen" in obigen Ziffern nicht enthalten, deren Verhältnis zur jüdischen Industrie Zweifel unterliegt. Diese Fabrik wurde von Jaxden gegründet und gehörte Juden, ging nach einiger Zeit in die Hände der internationalen Gesellschaft „Schemen" über, aber Leitung und Arbeit blieben jüdisch. Wenn aucjb heute Unklarheit herrscht über ihr Verhältnis zur jüdischen Industrie, so ist es doch vollkommen klar, daß diese Industrie von Juden eingeführt und befestigt wurde, ebenso wie alle anderen durch sie in dfcn letzten zehn Jahren gegründeten Industrien. Ueber die Art der Entwicklung dieser Industrie die$ne<n uns die folgenden Zahlen: Von 133 Bettöeben, welche in den Städten verzeichnet wurden, bestanden im Jahre 1919 bloß 24. 50 Betriebe wurden in der Zeit von 1920/24 gegründet und 59 von 1925/30. Die Industrie war also vor dem Krieg bescheiden genug. In bezug auf Arbeiter waren in der jüdischen Industrie und im Handwerk 6158 beschäftigt, davon 1164 weibliche. Hiezu kommen noch 306 Beamte, ferner 1200 Arbeiter in den Elektrizitätswerken, bei der Potash Cy, bei Nescher und Schemen, daher in der gesamten jüdischen Industrie 7300 beschäftigt waren. Nach früheren Zählungen gab es 1926: 4801 jüdische Arbeiter, 1923: bloß 3000. Die 155 Industriebetriebe (die erwähnten großen eingeschlossen) verteilten sich auf: darin Betriebe investiertes Kapital in Pfund 16 540.000 75 429.000 39 102.000 3 8.000 22 269.000 155 1,348.000 Wir sehen demnach, daß die wichtigen Betriebe mit großem Kapital sich in der Hauptsache in Haifa konzentrieren. Trotzdem befindet sich die Mehrzahl der Fabriken in Tel-Aviv, wefnn sie auch kleinere Betriebe sind. In Jerusalem und den Kolonien sind sie noch kleiner, aber unter denen in den Kolonien befinden sich auch die großen Kellereien von Rischon und Sichron. Was die Verteilung des investierten Kapitals auf die einzelnen Gruppen betrifft, so finden wir folgende Zweige: Haifa Tel-Aviv Jerusalem Andere Städte Kolonien

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.