Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 14 (1931)
- Issue
- Heft 7-9 (Juli 1931)
- Article
- Probleme der Finanzierung des Palästina-Aufbaues
- Date
- 1931-07-01
- Page
- Seite 278 (sequence 30)
- Language
- German
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c) Auf einer ersten Hypothek, die als Subsidiärgarantie in der Höhe von 300.000 Pfund oder 10 Prozent des reinen Anleiheerlöses auf die ordentlichen Eingänge der Jewish Agency-Fonds gelegt werden. Außerdem wird eine besondere Kreditgemeinschaft gebildet, die zum Zwecke der Rückversicherung der Anleihezeichner eine weitere Bürgschaft für die Amortisation und den Zinsendienst der Anleihe übernimmt. An dieser Kreditgemeinschaft beteiligen sich: a) Die großen jüdischen Gemeinden und Gemeindeorganisationen. b) Die großen jüdischen Sozialinstitutionen und Kolonisationsgesellschaften (Joint Distribution Committee, Ica, Alliance usw.). Während die ordentlichen Budgets sowohl dieser Gemeinden, wie dieser Institutionen und Gesellschaften — so bedeutend sie an sich sein mögen — derart konstruiert sind, daß es schwer möglich scheint, ihnen alljährlich große Barbeträge für Siedlungsarbeiten in Palästina zu entziehen, erscheint es durchaus möglich, diese Körperschaften zu veranlassen, an einer solchen Kreditgemeinschaft mit einer Ouotenbürgschaft teilzunehmen. Diese Kreditgemeinschaft muß dann, was technisch durchaus möglich ist, auf dem Weg über die Banken für die Anleihegarantie verwendbar gemacht werden. Die Einberufung einer Finanzkonferenz durch die jewish Agency, unter Beteiligung aller dieser Faktoren — der Großgemeinden, des Joint und der anderen wichtigen Organisationen — der ein detaillierter Plan einer Kreditgemeinschaft für Palästina und einer von der Mandatarregierung gestützten internationalen Anleihe vorgelegt werden soll, gehört zu den ersten vorbereitenden Organisationsaufgaben auf dem Wege zur Durchführung des Anleiheplanes. Sind die vorbereitenden Arbeiten so weit gediehen, ist es dann so unbillig zu erwarten, daß die Mandatarmacht und der Völkerbund ihre Hand zu einem Werk bieten werden, das, wie das griechische, ein großes humanitäres und nationales Siedlungswerk ist, das eine ganze Klasse von jungen und werktätigen Menschen dem produktiven Leben zuführen und die Produktionskräfte Palästinas voller und reicher entfalten kann? Die Siedlungsarbeiten des Völkerbundes in Griechenland sind im vorigen Winter zu ihrem Ende gekommen und die konstruktiven Energien des Bundes sind frei, einem neuen großen Werke der Zivilisation zu dienen. Wir wissen sehr wohl, daß die Judenfrage, anders als die der